Inhalt

4. Geeignete Arbeitsgebiete

4.1 

Für die Telearbeit sind grundsätzlich nur Tätigkeiten geeignet, die
eigenständig und eigenverantwortlich durchführbar sind,
konkrete und messbare Ergebnisse haben,
wenig direkte Kommunikation zur Dienststelle erfordern und
ohne wesentliche Beeinträchtigung der Ablauforganisation nach außen verlagert werden können.

4.2 

Die in Form der Telearbeit zu erledigenden Arbeiten sind nach Art und Umfang in einer Individualregelung festgelegt.

4.3 

Die Sicherheit und Ordnung in den Justizvollzugseinrichtungen sowie die Effektivität der Organisationseinheiten und der ordentliche Dienstbetrieb dürfen durch die Einrichtung eines Telearbeitsplatzes nicht beeinträchtigt werden.

4.4 

Im Einzelnen sind grundsätzlich, das heißt vorbehaltlich einer konkreten Einzelfallprüfung, folgende Einsatzgebiete für Telearbeit geeignet:

4.4.1 

Tätigkeiten bei der Bayerischen Justizvollzugsakademie, in der dortigen IT-Leitstelle, oder in anderen zentralen IT-Servicestellen des bayerischen Justizvollzugs;

4.4.2 

Tätigkeiten im Kriminologischen Dienst des bayerischen Justizvollzugs, in der Service und Koordinierungsstelle für das vollzugliche Arbeitswesen und in der Zentralen Vergabestelle des bayerischen Justizvollzugs;

4.4.3 

Tätigkeiten der Innenrevision;

4.4.4 

Tätigkeiten von Mitarbeitern in nicht leitender Funktion in den Verwaltungsdienststellen, in der Arbeitsverwaltung, der Wirtschaftsverwaltung und der Bauverwaltung, soweit hierbei keine schützenswerten personenbezogenen Daten oder sicherheitsempfindlichen Informationen bearbeitet werden;

4.4.5 

Schreiben von Langtexten; hierunter sind Texte zu verstehen, die ein längeres konzentriertes Arbeiten erfordern, wie z.B. Stellungnahmen oder Gutachten. Ausgenommen sind Haft-, Eil- und sensible Sachen.

4.5 

Eine Tätigkeit in einer Justizvollzugsanstalt, einer Einrichtung für Sicherungsverwahrte, in einer Jugendarrestanstalt oder in einer Abschiebehaftanstalt in den nachstehenden Einsatzgebieten wird wegen der erhöhten Notwendigkeit einer persönlichen Anwesenheit als nicht geeignet für eine Telearbeit angesehen:
Psychologischer Dienst,
Medizinischer Dienst,
Seelsorgerischer Dienst,
Sozialdienst,
Ein- und Auszahlungsstelle,
Vollzugsgeschäftsstelle,
Leitung des allgemeinen Vollzugsdienstes, Werkdienstleitung und Pflegedienstleitung,
Dienstplanung,
im allgemeinen Vollzugsdienst, Werkdienst und Krankenpflegedienst, auch wenn überwiegend Verwaltungstätigkeiten erledigt werden.

4.6 

1Eine Tätigkeit in den nachstehenden Einsatzgebieten in einer der bei Nr. 4.5 genannten Einrichtungen wird als grundsätzlich nicht geeignet für eine Telearbeit angesehen. 2Eine Genehmigung kann jedoch ausnahmsweise mit Zustimmung des Staatsministeriums der Justiz erfolgen:
Behördenleitung, stellvertretende Behördenleitung,
Abteilungsleitung,
Vollzugsinspektoren,
Pädagogischer Dienst,
Referatsleiter, insbesondere in der Hauptgeschäftsstelle, Arbeitsverwaltung, Wirtschaftsverwaltung und Bauverwaltung.