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5.  Formen und Orte sonderpädagogischer Förderung

Die schulische Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Förderbedarf im Bereich der körperlichen und motorischen Entwicklung bezieht alle Schulstufen und Schularten ein. Sie hat zu einer Vielfalt von Förderformen und Förderorten geführt. Es entwickeln sich vermehrt Formen der gemeinsamen Erziehung und Unterrichtung an unterschiedlichen Lernorten.
Frühförderung, aber auch berufsorientierende Maßnahmen und lebensbegleitende Hilfen haben einen hohen Stellenwert.

5.1  Sonderpädagogische Förderung durch vorbeugende Maßnahmen

Frühe Hilfen sind für die Entwicklung der Kinder mit körperlichen und motorischen Beeinträchtigungen von wesentlicher Bedeutung. Um Entwicklungsverzögerungen und Fehlentwicklungen zu verhindern, zu mindern und weitergehende Auswirkungen der Behinderung zu vermeiden, müssen Fördermaßnahmen rechtzeitig einsetzen.
Der interdisziplinären Zusammenarbeit in der Frühförderung kommt eine herausragende Bedeutung zu. Ihr Erfolg beruht auf engem und vertrauensvollem Zusammenwirken unterschiedlicher Fachkompetenzen, z.B. in medizinischen, therapeutischen, sozialen, psychologischen Diensten, Beratungsstellen, Frühfördereinrichtungen, Kindergärten, Sonderkindergärten und Sonderschulen und vor allem den Elternhäusern. Hierbei ist dem Grundsatz ganzheitlicher, familienorientierter Förderung zu entsprechen.
Die Entwicklung von Wahrnehmung, Motorik, Kommunikation, Kognition und Emotionalität sowie der Selbstständigkeit ist grundlegende Aufgabe der sonderpädagogischen Förderung durch vorbeugende Maßnahmen. Sie zielt immer auf die Gesamtpersönlichkeit und erfolgt in der gemeinsamen Tätigkeit von Kind und Pädagoge nach dem Prinzip Lernen durch Handeln.
Hierzu gehört das Schaffen situativer und sozialer Voraussetzungen, die nachfolgende Angebote in einem für das jeweilige Kind sinnvoll-ganzheitlichen Zusammenhang zusammenführen können:
basale Stimulation,
sensorische Integration,
Muskeltonus,
Bewegungswahrnehmung, -planung, -koordination und -handlung,
Körperorientierung, Raumvorstellung und Zeitstrukturen,
selbstständige Fortbewegungsmöglichkeiten und selbstständiges Handeln
Spiel- und Sozialverhalten,
Kommunikation, Sprache, Sprechen und Verstehen,
nichtlautsprachliche Ausdrucksmöglichkeiten,
emotionale Entwicklung, Aufbau des Selbstbewusstseins,
kognitive Entwicklung.
Alle diese Angebote sind einzupassen in kindgerechte Spiel-, Erlebnis- und Bewegungsaktivitäten. Dabei hängt die Wirksamkeit früher Förderung von der Art der Vermittlung ab. Frühe Förderung muss sich daher im Wesentlichen auf die Interaktion konzentrieren. Es ist auch Aufgabe der frühen Förderung, den Umgang mit orthopädischen u. a. Hilfsmitteln anzubahnen und einzuüben. Wesentliche Aufgaben der Frühförderung sind auch die Elternberatung und -begleitung.
Zu den Organisationsformen im Bereich der Frühförderung können gehören:
Frühförder- und Beratungsstellen,
Sozialpädiatrische Zentren, Kliniken,
Beratung und Unterstützung in Kindergärten,
Sonderkindergärten, Sonderschulkindergärten und schulvorbereitende Einrichtungen,
Beratungsstellen für Frühförderung an Schulen für Körperbehinderte bzw. an sonderpädagogischen Förderzentren.
In den Ländern in der Bundesrepublik Deutschland sind Frühfördereinrichtungen unterschiedlichen Trägern zugeordnet.
Vorbeugende sonderpädagogische Maßnahmen in der Schule sollen das Entstehen von Folgebehinderungen verhindern helfen. Sie können neben der Förderung der Kinder und Jugendlichen auch die gemeinsame Beratung der sonderpädagogischen Lehrkräfte mit Lehrkräften der allgemeinen Schulen, mit den betroffenen Eltern umfassen. Je nach Notwendigkeit im Einzelfall gehört auch die Zusammenarbeit mit medizinischen und psychologischen Diensten, Beratungsdiensten, Therapeuten und weiteren Fachleuten dazu.

5.2  Sonderpädagogische Förderung im gemeinsamen Unterricht

Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf im Bereich der körperlichen und motorischen Entwicklung können allgemeine Schulen besuchen und dort unterrichtet werden, wenn die notwendigen inhaltlichen, personellen, baulich-räumlichen und sächlichen Voraussetzungen sichergestellt werden.
Alle im Einzelfall jeweils notwendigen sonderpädagogischen Fördermaßnahmen sind - so weit möglich und sinnvoll - einzubeziehen in die Planung und Durchführung des Unterrichts für die gesamte Schulklasse oder Lerngruppe. Die inhaltliche, methodische und organisatorische Ausgestaltung auch behinderungsspezifischer Angebote in die Unterrichtsvorhaben für die gesamte Schulklasse hat für alle beteiligten Kinder Bildungswert. Äußere Differenzierung für spezielle Erfordernisse kann darüber hinaus notwendig und sinnvoll sein.
Differenzierung und Individualisierung kennzeichnen die Unterrichtsgestaltung für alle teilnehmenden Schülerinnen und Schüler. Die Kinder und Jugendlichen mit körperlichen und motorischen Beeinträchtigungen bedürfen im gemeinsamen Unterricht im Einzelfall situationsgerechter unterrichtsbegleitender therapeutischer und pflegerischer Hilfen. Die schulischen Anforderungen müssen für diese Kinder und Jugendlichen das mögliche Arbeitstempo, die körperliche und seelische Belastbarkeit und das Versorgungsbedürfnis beachten. Hierzu gehören Entspannungs- und Ruhephasen und ein ausreichendes Angebot an Bewegungsmöglichkeiten.
Das Aufgabenfeld der sonderpädagogischen Lehrkräfte umfasst im Wesentlichen die Bereiche
Förderung der Kinder bzw. Jugendlichen bei der Entwicklung ihrer Bewegungs-, Handlungs- und Wahrnehmungsfähigkeit,
Förderung der kognitiven, der sprachlichen sowie der sozialen und emotionalen Entwicklung,
Zusammenarbeit mit anderen Diensten,
gemeinsamer Unterricht,
Fortschreibung der Förderpläne.
Zum besonderen Aufgabenfeld der Lehrkräfte gehören in diesem Zusammenhang
die Bereitschaft zur Kooperation und die Berücksichtigung sonderpädagogischer, therapeutischer und pflegerischer Belange im Unterricht bzw. in der Unterrichtszeit,
die Förderung des gemeinsamen Lebens und Lernens in der Schule,
die Förderung der Kontakte zu Nichtbehinderten und auch zu anderen Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigungen,
die Förderung der Zusammenarbeit mit allen Personen der Schule, die für die Bildung der Kinder und Jugendlichen mit körperlichen und motorischen Beeinträchtigungen Verantwortung tragen und
die Zusammenarbeit mit den Eltern.

5.3  Sonderpädagogische Förderung in Sonderschulen

Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf im Bereich der körperlichen und motorischen Entwicklung, deren Förderung in allgemeinen Schulen nicht ausreichend gewährleistet werden kann, werden in Schulen für Körperbehinderte unterrichtet. Die Schule für Körperbehinderte verfügt über die konzeptionellen, personellen, baulich-räumlichen und sächlichen Voraussetzungen für eine körperbehindertenpädagogisch qualifizierte ganzheitliche Lernförderung. Dabei werden Angebote der Lehrkräfte sowie der Erzieherinnen und Erzieher mit denen der therapeutischen Fachkräfte und der Pflegekräfte auf die jeweiligen Bedürfnisse des einzelnen Kindes abgestimmt und im pädagogischen Gesamtangebot für die ganze Klasse realisiert.
Die im Förderschwerpunkt ausgebildete Lehrkraft trägt in Zusammenarbeit mit dem Klassenteam die Gesamtverantwortung für die von ihr geleitete Klasse und koordiniert die verschiedenen Angebote, sodass ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den schulischen Anforderungen und den medizinisch-therapeutischen, pflegerischen, psychologischen und sozialen Anliegen gesichert werden kann. Seitens der Lehrkräfte sind klassenübergreifende Angebote wie gestaltete Schulfreizeit, Mobilitäts- und Rollstuhltraining, Schwimmen und Sportaktivitäten mit nichtbehinderten Schülerinnen und Schülern anzustreben.
Schulen für Körperbehinderte, die in einigen Ländern als Ganztagsschulen konzipiert sind, können den Bedürfnissen ihrer Schülerinnen und Schülern in besonderer Weise entsprechen, indem sie den Tagesablauf rhythmisieren, die Angebote an Erziehung, Unterricht, Pflege und Therapie miteinander verbinden und die Schülerinnen und Schüler bei der Entwicklung eines selbstbestimmten Freizeitangebotes unterstützen. Ist die Schule mit einem Internat verbunden, ist auf eine enge Zusammenarbeit der beiden Institutionen zu achten.
Für einige Kinder und Jugendliche bietet die Schule für Körperbehinderte im Sinne einer Durchgangsschule bei einer zeitlich begrenzten Aufnahme die Möglichkeit, konzentriert die notwendige sonderpädagogische Unterstützung zu erhalten und eine persönliche Stabilisierung zu erreichen, die eine baldige Rück- bzw. Umschulung in die allgemeine Schule vorbereitet.

5.4  Sonderpädagogische Förderung in kooperativen Formen

Schulen für Körperbehinderte und allgemeine Schulen sollen eine enge pädagogische Zusammenarbeit aufbauen. Kooperative Formen der Erziehung und Unterrichtung ermöglichen behinderten und nichtbehinderten Schülerinnen und Schülern die wechselseitige Annahme und fördern einen selbstverständlichen Umgang miteinander.
Schülerinnen und Schüler sollen in kooperativen Formen durch gezielte Maßnahmen befähigt werden, Beziehungen auch zu Menschen ohne Behinderungen aufzubauen und zu pflegen. Der Aufbau und die Stärkung sozialer Kompetenzen können in eigenständigen Lernbereichen erfolgen, sind aber wesentliches Arbeitsprinzip aller schulisch-kooperativen Lernprozesse.
Schülerinnen und Schüler mit körperlichen und motorischen Beeinträchtigungen lernen, in Begegnungen mit anderen Kindern und Jugendlichen ihre Beeinträchtigung im Spiegel der Nichtbehinderten zu sehen. Sie erfahren, wie andere Menschen mit Interesse, Ablehnung und Verhaltensunsicherheit reagieren können. Sie können lernen, auf Neugier zu reagieren, sich von Ablehnung nicht entmutigen zu lassen und bei Unsicherheiten in der Begegnung verhaltenssteuernd zu agieren. Die Schülerinnen und Schüler sollen lernen, die Beeinträchtigung als Teil ihrer Persönlichkeit anzunehmen und ihre Interessen in der Öffentlichkeit zu vertreten.
Kooperative Formen ermöglichen eine große Bandbreite an Fördermöglichkeiten.
Zu diesen Formen können gehören:
gegenseitige Besuche von Klassen der Sonderschule und Klassen der allgemeinen Schule,
die Bildung von Partnerschaften zwischen einzelnen Kindern bzw. Jugendlichen und Klassen,
gemeinsame Schullandheimaufenthalte,
gemeinsame Schulveranstaltungen und Feste,
gemeinsame Unterrichtsprojekte,
zeitweise gemeinsamer Unterricht.
Die Intensität kooperativer Förderformen wird entscheidend verstärkt durch die räumliche Zusammenführung von Klassen der Sonderschule mit Klassen der allgemeinen Schule. Sie fördert das alltägliche Miteinander, begünstigt den Übergang von Schülerinnen und Schülern aus der Sonderschule in die allgemeine Schule und trägt somit zur Durchlässigkeit der Schularten bei. Bei Schulgründungen sollten die Standorte so gewählt werden, dass die äußeren Voraussetzungen für die Kooperation von Sonderschule und allgemeiner Schule bestmöglich sichergestellt werden.
Kooperative Formen über Unterricht und Schule hinaus sollen Kinder und Jugendliche auch in außerschulischen Bereichen wie Freizeitheimen, Vereinen, Jugendverbänden zusammenführen. Die Schulen suchen daher Verbindung zu diesen außerschulischen Partnern und helfen bei der Überwindung bestehender Hürden.

5.5  Sonderpädagogische Förderung im Rahmen von sonderpädagogischen Förderzentren

Die Angebotsvielfalt bei der sonderpädagogischen Förderung und der Beratungsbedarf von Schülerinnen und Schülern mit Förderbedarf im Bereich der körperlichen und motorischen Entwicklung können zur Einrichtung sonderpädagogischer Förderzentren führen. Sonderpädagogische Förderzentren als regionale und überregionale Einrichtungen können andere Förderschwerpunkte einbeziehen. Sie stellen sonderpädagogische Förderung in präventiven, integrativen und kooperativen Formen in Zusammenarbeit mit allgemeinen Schulen fachgerecht und möglichst wohnortnah sicher. Darüber hinaus können dort je nach Konzeption auch Klassen oder Abteilungen gebildet werden.

5.6  Sonderpädagogische Förderung im berufsorientierenden und berufsbildenden Bereich und beim Übergang in die Berufs- und Arbeitswelt

Die Berufswahl junger Menschen mit körperlichen und motorischen Beeinträchtigungen ist von der Bewegungs- und Belastungsfähigkeit, der Wahrnehmungs- und Kommunikationsfähigkeit, dem geistigen Leistungsvermögen, der sozialen Kompetenz und den Anforderungsprofilen der einzelnen Berufe und den strukturellen Bedingungen der Angebote auf dem Arbeitsmarkt abhängig.
Eine möglichst erfolgreiche Berufswahlvorbereitung beruht auf einer engen Zusammenarbeit zwischen den körperbehinderten Jugendlichen, den Eltern, der Schule und der Berufsberatung. Orientierungshilfe für Berufswahlvorbereitung und Berufsfindung sind Betriebserkundungen und -praktika. Dabei sind gründliche Vor- und Nachbereitung sowie die Begleitung durch die Schule notwendig. Als didaktische Verfahren bieten sich besonders an: arbeitsplatzbezogene Projekte, Werk-, Hauswirtschafts-, Handarbeits- und Arbeitslehreunterricht, Seminare, selbstentdeckende Lernphasen, strukturierende Lernhilfen und Erprobungen bestimmter
Berufsanforderungen, insbesondere im Bereich der Multimediatechnik. Maßnahmen der Berufsberatung müssen frühzeitig einsetzen und im Zusammenwirken aller Beteiligten stattfinden, um gemeinsame Wege zur Berufsfindung aufzuzeigen und auf Maßnahmen zur Berufswahlvorbereitung und auf berufliche Ausbildungsmöglichkeiten hinzuweisen.
Erziehung und Unterricht fördern berufsbezogene Fähigkeiten wie Geschicklichkeit, Genauigkeit, Phantasie, Kreativität, Sorgfalt und Ausdauer sowie eine berufsspezifische Sprache und Kommunikation. Diese Fähigkeiten werden bei Personen mit körperlichen und motorischen Beeinträchtigungen von verschiedenen Faktoren beeinflusst:
von der räumlichen Umgebung und Arbeitsplatzgestaltung,
den Arbeitsbedingungen und der Bereitschaft der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Lösung bewegungsbedingter Schwierigkeiten,
den Anforderungen an die Motorik und den kommunikativen Austausch,
der Bereitstellung von unterstützendem Personal,
dem Einsatz von prothetischen, technischen und elektronischen Hilfen.
Für die Mehrzahl der Schülerinnen und Schüler wird der Berufswahlprozess in der Schule nicht abgeschlossen, sondern durch andere Institutionen wie Förderlehrgänge und Berufsvorbereitungsjahre fortgesetzt. Die Heranführung an derartige Vorbereitungsformen hinsichtlich Berufswahl und Eingliederung in die Arbeitswelt ist ein gemeinsames Aufgabenfeld der beteiligten unterschiedlichen Fachkräfte.
Wesentliche Aufgabe bei der Vorbereitung Jugendlicher mit körperlichen und motorischen Beeinträchtigungen auf Berufswahl und Arbeitswelt ist es auch. Berufswünsche und deren praktische Umsetzung miteinander in Einklang zu bringen. Informationen. Beobachtungen und Erfahrungen zur Berufspraxis sollen den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geben, ein realistisches Bild der eigenen Leistungsfähigkeit und der eigenen beruflichen Perspektive zu entwickeln. Bei der Auseinandersetzung mit persönlichen Möglichkeiten und Grenzen brauchen die Schülerinnen und Schüler Beratung und Unterstützung. In diesem Zusammenhang ist eine Verzahnung zwischen Schule, Arbeitsverwaltung, Kammern, Betrieben und Eltern dringend geboten.
Diesen Jugendlichen werden Wege zu einer qualifizierten Berufsausbildung in .einem anerkannten Ausbildungsberuf oder - wo dies nicht durchführbar erscheint - in einem für Behinderte vorgesehenen Ausbildungsberuf eröffnet. Unter Berücksichtigung der Art und des Grades der körperlichen und motorischen Beeinträchtigung, ihrer Ausprägung und der individuellen Situation kann die Förderung in einem Berufsbildungswerk mit folgenden Angeboten notwendig sein:
Berufsfindung und Arbeitserprobung sowie Berufsvorbereitung,
Berufsausbildung,
Sozialdienst, ärztlicher und psychologischer Dienst,
Internat, Wohnheim, Wohngemeinschaft, betreutes gemeinsames und individuelles Wohnen,
Zusammenarbeit zwischen den Jugendlichen, den Rehabilitationspartnern, den Kammern, der Arbeitsverwaltung, den Fachdiensten, den Eltern sowie den Ausbildern.
Schülerinnen und Schüler mit schwersten körperlichen und motorischen Beeinträchtigungen wird in den Abschlussklassen der allgemeinen Schule bzw. der Schule für Körperbehinderte eine an die individuellen Möglichkeiten und Fähigkeiten der Jugendlichen angepasste Vorbereitung auf eine Beschäftigung und möglichst selbstständige Lebensführung angeboten. Die Schulen arbeiten zur Lösung dieser Aufgaben mit sozialen Diensten, Einrichtungen der Behindertenhilfe, Institutionen der Erwachsenenbildung, Freizeiteinrichtungen, Vereinen und anderen geeigneten privaten und öffentlichen Organisationen zusammen.
Schülerinnen und Schüler mit schweren Mehrfachbehinderungen, die ohne ständige Begleitung und Pflege kein eigenbestimmtes Leben führen und nicht in die Berufs- und Arbeitswelt eingegliedert werden können, werden durch Erziehung, Unterricht und Förderung auf eine sinnvolle Lebensperspektive in Werkstätten für Behinderte, in selbstständigen Wohnformen und auf ein Leben ohne Beruf vorbereitet. Für solche Schülerinnen und Schüler werden durch die Schule und die Arbeitsverwaltung Hilfen zur Eingliederung in spezielle Institutionen geschaffen.