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2.  Aufgaben der Schulen für Kranke

Längerfristig kranke Schüler befinden sich in einer erschwerten Lern- und Lebenssituation.
Aufgaben der besonderen Förderung in den Schulen für Kranke hegen darin, krankheitsbezogene Förderschwerpunkte mit unterrichtlichen und erzieherischen Anforderungen zu verknüpfen. Besondere Förderung soll den sich aus einer länger andauernden Erkrankung und Abwesenheit von der bisher besuchten Schule(Stammschule) ergebenden Belastungen, den Gefährdungen der Schullaufbahn sowie einer möglichen Isolierung der Betroffenen entgegenwirken. Über leistbare Anforderungen, Erfolgserlebnisse und persönliche Zuwendung sollen Selbstvertrauen, psychisches Gleichgewicht, Lern- und Lebensfreude sowie Gesundungswille, Genesung und Erholung gestärkt und gestützt werden. Die Schüler sollen sich durch den Unterricht der Schule für Kranke mit ihrer Krankheit und über diese hinaus ernst genommen fühlen. Durch Unterricht sollen auch Hilfen zur Überwindung von Mutlosigkeit und Passivität gegeben, zudem der Abbau von Ängsten geleistet werden.
Auftrag der Schulen für Kranke ist vor allem die Sicherstellung von Unterricht. Dies geschieht in Anlehnung an den Unterricht der Stammschule oder der nach der Genesung zu besuchenden Schule, zur Vermeidung von Lernrückständen und in der Vorbereitung auf die Rückkehr in die Stammschule. Unterricht der Schulen für Kranke soll die Befürchtungen vermindern, in den schulischen Leistungen zurückzubleiben und den Anschluss an die Schulbildung zu verlieren. Dabei ist Unterricht mehr als bloße Nachhilfe.
Auftrag der Schulen für Kranke ist es zudem, ein Unterrichtsangebot bereitzustellen, um den therapeutischen Prozess zu unterstützen. Unterrichtsangebote sollen methodisch und inhaltlich die Behandlungsmaßnahmen mit beachten. Unterricht kann jedoch nicht den psychosozialen Dienst des Krankenhauses ersetzen.
Zum Auftrag der Schulen für Kranke gehört schließlich, Schüler, die wegen schweren Erkrankungen und deren Folgen nicht mehr in ihre Stammklassen zurückkehren können, auf den ihnen gemäßen neuen Bildungsweg vorzubereiten, entsprechend zu beraten und zu fördern.