Inhalt

3. Inhalt des Schulversuchs

Im Schulversuch wird eine neue Führungsfunktion zusätzlich zur bisherigen Schulleitung eingerichtet. Im Schulversuch der Stadt München wird die Einrichtung einer erweiterten Schulleitung – anders als in MODUS F und Profil 21 – ausschließlich anhand einer vertikalen Struktur in den Jahrgangsstufen 5 bis 10 erprobt. Das Stammhaus- bzw. Lernhausprinzip mit einer Zuordnung der Lehrkräfte zu durchgehenden Jahrgangszügen stellt sicher, dass Schülerinnen und Schüler in den Jahrgangsstufen 5 mit 10 von einer möglichst unveränderten Lehrerschaft begleitet werden und gewachsene Beziehungen zwischen Schülerinnen und Schülern und den Lehrkräften durch eine hohe personelle Konstanz innerhalb der Lernhäuser erhalten bleiben. Die ständigen Vertreter der Schulleiterinnen und Schulleiter sollen noch nicht mit der Leitung eines Lernhauses betraut werden.
Die Mitglieder der erweiterten Schulleitung an kommunalen Schulen sollen im Schulversuch unter Beachtung der maßgeblichen personalvertretungsrechtlichen Bestimmungen insbesondere folgende Aufgaben wahrnehmen:
Leitung eines Lernhauses und Weiterentwicklung des Lernhausprofils
Ausübung der Dienst- und Fachaufsicht über die konkret zugeordneten Lehrkräfte einschließlich Mitarbeitergesprächen, Zielvereinbarungen, Vorschlägen für leistungsorientierte Bezahlung, lernhausbezogener Fortbildungsplanung, des Erstellens von Beurteilungsentwürfen und damit verbundene Unterrichtsbesuche, der Einarbeitung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Mitarbeit in der erweiterten Schulleitung einschließlich Unterstützung und Beratung der Schulleitung
selbständige, eigenverantwortliche Übernahme von Aufgaben im Rahmen der Ablauforganisation des Schuljahres
Projekte, Unterrichtsentwicklung (in Abstimmung mit den Fachbetreuungen), zeitgemäße Elternarbeit, Evaluation (in Abstimmung mit dem Qualitätsmanagement QSE)
Statistiken, Teilbudgetverwaltung
Die konkreten fachlichen Leitungsaufgaben werden nach den Gegebenheiten der jeweiligen Modellschule örtlich vereinbart und in einer Geschäftsverteilung festgehalten. Die für den Modellversuch in einem Ausschreibungsverfahren auszuwählenden weiteren verbeamteten Lehrkräfte in der erweiterten Schulleitung erhalten für die Wahrnehmung dieser befristeten Funktion eine Zulage gem. Art. 53 Abs. 1 Satz 1 BayBesG, Tarifbeschäftigten wird eine Zulage gemäß § 14 TVöD gewährt. Zur Wahrnehmung der Führungsaufgaben werden den Mitgliedern der erweiterten Schulleitung zwei Anrechnungsstunden zur Verfügung gestellt, die aus dem vorhandenen Anrechnungsstundenkontingent der Schulen aufgestockt werden können.