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FSO Agrar
in Kraft ab: 01.08.2014
Fassung: 01.08.2002
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Schulordnung für die staatlichen Fachschulen für Agrarwirtschaft
(Fachschulordnung Agrarwirtschaft – FSO Agrar)
Vom 1. August 2002
(GVBl. S. 374)
BayRS 7803-4-L

Vollzitat nach RedR: Fachschulordnung Agrarwirtschaft (FSO Agrar) vom 1. August 2002 (GVBl. S. 374, BayRS 7803-4-L), die zuletzt durch Verordnung vom 12. August 2014 (GVBl. S. 371, 475) geändert worden ist
Auf Grund von Art. 5 Abs. 1 Satz 2, Art. 44 Abs. 2 Satz 1, Art. 45 Abs. 2 Satz 1, Art. 49 Abs. 1 Satz 2, Art. 52 Abs. 4, Art. 53 Abs. 4 Satz 2, Art. 58 Abs. 6, Art. 62 Abs. 8, Art. 89 und 128 Abs. 1 des Bayerischen Gesetzes über das Erziehungs- und Unterrichtswesen (BayEUG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 31. Mai 2000 (GVBl S. 414, ber. S. 632, BayRS 2230-1-1-UK), zuletzt geändert durch Gesetz vom 8. Februar 2002 (GVBl S. 32), erlässt das Bayerische Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten folgende Verordnung:

Inhaltsübersicht

Erster Teil Allgemeine Vorschriften
§ 1 Geltungsbereich
§ 2 Ausbildungsziele
§ 3 Ausbildungsdauer
Zweiter Teil Aufnahme
§ 4 Anmeldung
§ 5 Aufnahme und Probezeit
§ 6 Höchstzulassung, Mindestzulassung
§ 7 Wohnheim für Studierende
Dritter Teil Inhalte des Unterrichts
§ 8 Stundentafel
§ 9 Unterrichtsablauf
§ 10 Lernmittel
Vierter Teil Grundsätze des Schulbetriebs
§ 11 Unterrichtszeit
§ 12 Teilnahme am Unterricht und sonstigen Veranstaltungen
§ 13 Verhinderung am Schulbesuch
§ 14 Recht der Studierenden auf Mitwirkung und Information
§ 15 Gesundheitsvorsorge
Fünfter Teil Leistungsnachweise, Jahreszeugnis, Vorrücken und Wiederholen
§ 16 Schulaufgaben, Semesterarbeit
§ 17 Stegreifaufgaben
§ 18 Bewertung von Leistungen
§ 19 Unerlaubte Hilfe
§ 20 Semesterzeugnis
§ 21 Vorrücken und Wiederholen
Sechster Teil Schulabschluss
§ 22 Abschlussprüfung
§ 23 Prüfungsausschuss
§ 24 Prüfungen
§ 25 (aufgehoben)
§ 26 Versäumnis, unerlaubte Hilfe
§ 27 Festsetzung des Prüfungsergebnisses
§ 28 Abschlusszeugnis
§ 29 Berufsbezeichnung, Urkunden
§ 29a Berufs- und arbeitspädagogische Eignung
Siebter Teil Schulleiter, Lehrkräfte, Lehrerkonferenz
§ 30 Schulleiter, Lehrkräfte
§ 31 Lehrerkonferenz
Achter Teil Einrichtungen zur Mitgestaltung schulischen Lebens
§ 32 Studierendenvertretung
§ 33 Beirat
Neunter Teil Tätigkeiten von nicht zur Schule gehörigen Personen
§ 34 Sammlung, Werbung
§ 35 Erhebungen
Zehnter Teil Ordnungsmaßnahmen, Aufsicht, Haftung
§ 36 Ordnungsmaßnahmen
§ 37 Aufsicht
§ 38 Haftung
Elfter Teil Schlussvorschriften
§ 39 In-Kraft-Treten, Übergangsregelung
§ 1
Geltungsbereich
1Diese Schulordnung gilt für die staatlichen Fachschulen für Agrarwirtschaft. 2Die staatlichen Fachschulen für Agrarwirtschaft gliedern sich in die
1.
Staatliche Fachschule für Agrarwirtschaft Veitshöchheim, Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau;
2.
Staatliche Fachschule für Agrarwirtschaft Fürth, Fachrichtung Gartenbau, Fachgebiet Gemüsebau;
3.
Staatliche Fachschule für Agrarwirtschaft Landshut-Schönbrunn mit den Fachrichtungen:
a)
Gartenbau, Fachgebiete Marketing und Gestaltung/Zierpflanzenbau sowie Marketing und Gestaltung/Staudengärtnerei,
b)
Garten- und Landschaftsbau;
4.
Staatliche Fachschule für Agrarwirtschaft Kempten, Fachrichtung Milchwirtschaft und Molkereiwesen;
5.
Staatliche Fachschule für Agrarwirtschaft Landshut- Schönbrunn, Fachrichtung ökologischer Landbau;
6.
Staatliche Fachschule für Agrarwirtschaft Weilheim i.OB, Fachrichtung ökologischer Landbau;
7.
Staatliche Fachschule für Agrarwirtschaft Triesdorf, Fachrichtung Milchwirtschaftliches Laborwesen.
§ 2
Ausbildungsziele
(1) Im Rahmen des gemeinsamen Bildungs- und Erziehungsauftrags aller Schulen (Art. 1 BayEUG) hat die Fachschule unter Beachtung ökologischer Notwendigkeiten und des Umweltschutzes die Aufgabe, die Studierenden als Fachkräfte mit beruflicher Erfahrung zu befähigen, Führungsaufgaben in Betrieben, Unternehmen, Verwaltungen und Einrichtungen zu übernehmen und/oder selbständig verantwortungsvolle Tätigkeiten auszuführen.
(2) Die Fachschule hat zudem die Aufgabe, die Bereitschaft zum Einsatz für den freiheitlich-demokratischen und sozialen Rechtsstaat zu fördern und zur Wahrnehmung von Rechten und Pflichten in Staat und Gesellschaft zu befähigen (Art. 2 BayEUG).
§ 3
Ausbildungsdauer
(1) An den Fachschulen für Agrarwirtschaft wird der Unterricht nach Festlegung durch die Schulaufsichtsbehörde
1.
in zwei Semestern mit je 20 Unterrichtswochen in Vollzeitform oder
2.
in zwei fachtheoretischen Semestern im Sinn der Nummer 1 (1. und 3. Semester) und einem fachpraktischen Semester (2. Semester)
erteilt.
(2) 1Von den Unterrichtsstunden des Pflichtbereiches können bis zu 20 v. H. als betreute und durch Lehrkräfte vor- und nachbereitete andere Lernformen (z.B. e-Learning) organisiert werden. 2Sie müssen in der Stundentafel ausgewiesen werden.
(3) Beginn und Ende der Unterrichtszeiten sowie Ferienzeiten legt das Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (Staatsministerium) fest.
§ 4
Anmeldung
1Aufnahmeanträge sind bei der zweisemestrigen Schulform bis 1. April, bei der dreisemestrigen Schulform bis 1. Juli jeden Jahres bei der Fachschule zu stellen. 2Mit dem Aufnahmeantrag sind die nach § 5 erforderlichen Zeugnisse und Nachweise vorzulegen. 3Aufnahmeanträge, die verspätet oder mit unvollständigen Unterlagen eingehen, können nur im Rahmen der noch vorhandenen Studienplätze berücksichtigt werden.
§ 5
Aufnahme und Probezeit
(1) 1Die Aufnahme in die Fachschule setzt eine entsprechende schulische Vorbildung voraus. 2Diese ist durch das Abschlusszeugnis einer Berufsschule oder eines gleichwertigen Bildungsgangs nachzuweisen.
(2) 1Ferner sind die erfolgreiche Abschlussprüfung in einem der gewählten Fachrichtung einschlägigen oder verwandten Ausbildungsberuf und zusätzlich eine weitere einschlägige Berufstätigkeit von zwei Jahren erforderlich. 2An den Fachschulen Landshut-Schönbrunn und Weilheim i.OB, Fachrichtung ökologischer Landbau, ist die Aufnahme nach einer einschlägigen Berufstätigkeit von einem Jahr möglich.
(3) Mit dem Aufnahmeantrag sind vorzulegen
1.
ein Lebenslauf und zwei Passbilder neuesten Datums,
2.
die Nachweise (Zeugnisse) gemäß den Absätzen 1 und 2,
3.
von Studierenden der Fachschulen Kempten und Triesdorf eine Bescheinigung des Gesundheitsamts nach § 43 Infektionsschutzgesetz,
4.
bei Bewerbern mit nichtdeutscher Muttersprache ein Nachweis über ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache.
(4) 1Über die Aufnahme entscheidet der Schulleiter durch schriftlichen Bescheid; ablehnende Entscheidungen sind zu begründen und mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen. 2In Ausnahmefällen kann der Schulleiter im Rahmen noch verfügbarer Studienplätze von einzelnen Aufnahmevoraussetzungen der Absätze 1 und 2 befreien, nicht jedoch vom Nachweis der erfolgreichen Abschlussprüfung in einem der gewählten Fachrichtung einschlägigen oder verwandten Ausbildungsberuf. 3Bei der Entscheidung über die Aufnahme ist Art. 44 Abs. 2 BayEUG zu beachten.
(5) 1Den zugelassenen Studierenden ist die Schulordnung auszuhändigen. 2Sofern ein Auswahlverfahren (§ 6 Abs. 2) durchgeführt wird, bestimmt die Fachschule im Zulassungsbescheid einen Termin, bis zu dem zu erklären ist, ob der Studienplatz angenommen wird. 3Geht die Erklärung bis zu diesem Termin bei der Fachschule nicht ein, wird ein Zulassungsbescheid unwirksam.
(6) 1Die Fachschule kann durch Beschluss der Lehrerkonferenz eine dreimonatige Probezeit festlegen. 2Bei der Anmeldung und im Zulassungsbescheid ist gegebenenfalls auf diese Probezeit und ihre Bedeutung für die endgültige Zulassung hinzuweisen.
(7) 1Die Probezeit ist nicht bestanden, wenn bei einer Gesamtwürdigung der Leistungen des Studierenden nicht damit gerechnet werden kann, dass er das Bildungsziel der Fachschule erreicht. 2Dies ist in der Regel der Fall, wenn die Leistungen am Ende der Probezeit in einem Pflichtfach mit der Note sechs oder in zwei Pflichtfächern mit der Note fünf oder schlechter zu bewerten sind und keine Umstände vorliegen, die bessere Leistungen wahrscheinlich machen; die Bestimmungen über den Notenausgleich (§ 21 Abs. 1) gelten entsprechend.
§ 6
Höchstzulassung, Mindestzulassung
(1) 1Der Schulleiter legt jeweils die Höchstzulassungszahl für das erste Semester fest. 2Dabei sind die Raumverhältnisse, die für die Ausbildung verfügbaren Einrichtungen und die Erfordernisse eines geordneten Schulbetriebs mit dem Ziel einer erschöpfenden Nutzung der Ausbildungskapazität zu Grunde zu legen.
(2) 1Übersteigt die Zahl der Bewerber die Höchstzulassungszahl, findet ein Auswahlverfahren statt. 2Es sind zunächst maximal 20 v. H. der Studienplätze auf Antrag an die Bewerber zu vergeben, bei denen im Fall der Nichtzulassung unter Zugrundelegung eines strengen Maßstabs eine außergewöhnliche, insbesondere soziale, familiäre oder betriebliche Härte gegeben ist. 3Anschließend erfolgt die Auswahl in der Reihenfolge der Gesamtnote in der Abschlussprüfung nach § 37 Berufsbildungsgesetz im Ausbildungsberuf nach § 5 Abs. 1 dieser Schulordnung. 4Der Gesamtnote wird pro Monat Berufstätigkeit ein Bonus von 0,02 angerechnet, soweit die Zeit der Berufstätigkeit über die gemäß § 5 Abs. 2 Satz 1 erforderliche Zeit und ein weiteres Jahr hinausgeht. 5Bei gleicher Gesamtnote entscheidet die Zahl der nachgewiesenen einschlägigen Praxismonate nach dem Berufsabschluss. 6Abgeleisteter Grundwehr- und Zivildienst werden dabei zur Hälfte angerechnet.
(3) 1Eine Klasse wird nur bei mindestens 16 Studierenden eröffnet. 2In Ausnahmefällen kann das Staatsministerium Abweichungen zulassen.
§ 7
Wohnheim für Studierende
(1) 1Der Fachschule kann ein Wohnheim für Studierende angeschlossen sein. 2Studierende, die außerhalb des Wohnheims wohnen, haben die Anschrift ihrer Wohnung mitzuteilen.
(2) 1Der Betrieb des Wohnheims wird in einer Heimordnung geregelt. 2Der Schulleiter, in den Fachschulen in Landshut-Schönbrunn der Leiter des Agrarbildungszentrums, übt das Hausrecht aus.

Dritter Teil Inhalte des Unterrichts

§ 8
Stundentafel
(1) Für den Unterricht gelten die Stundentafeln gemäß Anlagen 1 bis 8.
(2) Die erstmalige Einrichtung von Wahlfächern ist unter Angabe von Fachbezeichnung, Inhalt und Zeitumfang dem Staatsministerium vor Unterrichtsbeginn anzuzeigen.
(3) Mit Genehmigung des Staatsministeriums kann der Unterricht gemäß Anlagen 1 bis 8 ganz oder teilweise in ein anderes Schuljahr verlegt werden.
§ 9
Unterrichtsablauf
(1) Vor Semesterbeginn werden für die Semester Stundenpläne und zu den einzelnen Unterrichtsfächern Unterrichtsplanungen erstellt und aufeinander abgestimmt.
(2) 1Im Lehrplan festgelegte Seminare sowie sonstige verbindliche Schulveranstaltungen und Online- Unterricht sind Bestandteil des Unterrichts. 2Die durch die Teilnahme an verbindlichen Schulveranstaltungen entstehenden Auslagen müssen für alle zumutbar sein.
(3) 1Das fachpraktische Semester (§ 3 Abs. 1 Nr. 2) umfasst einen schulischen und einen fachpraktischen Teil. 2Der schulische Teil besteht aus 15 Schultagen und einer Semesterarbeit (schriftliche Hausarbeit). 3Der fachpraktische Teil findet unter Betreuung der Fachschule in einem fachlich einschlägigen Betrieb und/oder in entsprechenden überbetrieblichen Einrichtungen und Betriebsstätten statt.
§ 10
Lernmittel
(1) 1Im Unterricht sind nur Lernmittel zu verwenden, die vom Staatsministerium zugelassen sind. 2Über die Auswahl unter den zugelassenen Lernmitteln entscheidet die Lehrerkonferenz auf Vorschlag des Schulleiters.
(2) Für die Lernmittelfreiheit gelten die vom Staatsministerium im Rahmen von Art. 8 Abs. 2 des Bayerischen Agrarwirtschaftsgesetzes erlassenen Bestimmungen.
§ 11
Unterrichtszeit
(1) Der Unterricht wird in der Regel von Montag bis Freitag erteilt.
(2) 1Eine Unterrichtsstunde dauert 45 Minuten, an der Fachschule Weilheim i.OB, Fachrichtung ökologischer Landbau 50 Minuten. 2Der Schulleiter setzt für die Zeit zwischen den Unterrichtsstunden geeignete Pausenlängen fest. 3Die Mittagspause ist mit mindestens 45 Minuten festzusetzen.
§ 12
Teilnahme am Unterricht und sonstigen Veranstaltungen
(1) 1Die Studierenden haben pünktlich und regelmäßig am Unterricht und an allen sonstigen Veranstaltungen der Fachschule, deren Besuch nicht ausdrücklich als freiwillig erklärt wird, teilzunehmen. 2Die Teilnahme an Veranstaltungen der Studierendenvertretung ist freiwillig, ihre Durchführung bedarf der Genehmigung durch den Schulleiter. 3Dieser kann Veranstaltungen der Studierendenvertretung als Schulveranstaltungen anerkennen.
(2) 1Befreiungen von einzelnen Unterrichtsstunden bis zur Dauer eines Schultags können auf schriftlichen Antrag die Klassenleiter erteilen. 2Eine längere Unterrichtsbefreiung kann nur der Schulleiter gewähren. 3Im fachpraktischen Semester ist eine Unterrichtsbefreiung maximal an einem Schultag durch den Klassenleiter möglich.
(3) Der durch Abwesenheit versäumte Lehrstoff ist nachzuarbeiten.
§ 13
Verhinderung am Schulbesuch
1Studierende, die wegen Erkrankung oder aus einem anderen zwingenden Grund am Schulbesuch verhindert sind, haben dies unverzüglich mitzuteilen. 2Bei einer länger als drei Tage dauernden Erkrankung ist ein ärztliches Zeugnis vorzulegen. 3Unabhängig von der Dauer der Abwesenheit kann die Fachschule ein schulärztliches Zeugnis verlangen, wenn sich krankheitsbedingte Schulversäumnisse häufen oder an der Erkrankung berechtigte Zweifel bestehen.
§ 14
Recht der Studierenden auf Mitwirkung und Information
(1) Die Studierenden haben das Recht, im Rahmen der Lehrpläne an der Gestaltung des Unterrichts mitzuwirken.
(2) 1Studierende haben das Recht, den Schulleiter und die Lehrkräfte um Rat und Auskunft zu bitten; sie sollen sich zunächst an die jeweils zuständige Lehrkraft wenden. 2Dabei können sie die Vermittlung durch den Klassensprecher (§ 36) in Anspruch nehmen.
§ 15
Gesundheitsvorsorge
1Die Vorschriften zur Verhütung oder Bekämpfung übertragbarer Krankheiten sind zu beachten. 2Das Gesundheitsamt ist frühzeitig zu unterrichten. 3In der Hausordnung und gegebenenfalls der Heimordnung ist eine Regelung über das Rauchen im Schulbereich bzw. im Wohnbereich zu treffen.
§ 16
Schulaufgaben, Semesterarbeit
(1) 1In allen Pflichtfächern mit einer oder zwei Wochenstunden sind in jedem Semester mindestens ein Leistungsnachweis, bei mehr als zwei Wochenstunden mindestens zwei Leistungsnachweise in Form von Schulaufgaben zu erbringen. 2Die Schulaufgaben können in schriftlicher, mündlicher oder praktischer Form durchgeführt werden. 3Bei Wahlfächern entscheidet der Schulleiter, ob schriftliche oder praktische Schulaufgaben stattfinden, die Schulaufgaben durch gleichwertige Arbeiten anderer Art ersetzt werden oder bei Wahlfächern auf Schulaufgaben und eine Benotung verzichtet wird.
(2) 1Inhalt und Dauer der Schulaufgabe sowie die zugelassenen Hilfsmittel bestimmt die zuständige Lehrkraft. 2Die Termine für Schulaufgaben müssen mindestens eine Woche vorher angekündigt werden. 3An einem Tag soll nicht mehr als eine Schulaufgabe angesetzt werden.
(3) Der Schulleiter kann nach Rücksprache mit der Lehrkraft eine schriftliche Schulaufgabe für ungültig erklären und die Anfertigung einer neuen anordnen, wenn die Anforderungen nicht angemessen waren.
(4) 1Die Schulaufgaben sind von der zuständigen Lehrkraft zu bewerten und mit den Studierenden zu besprechen. 2Bei Vortragserstattung und praktischen Aufgaben sind zur Benotung Bewertungsbögen zu verwenden. 3Die Schulaufgaben und Bewertungsbögen müssen drei Jahre aufbewahrt werden.
(5) Haben sich Studierende einer Überprüfung ihres Leistungsstands unterzogen, so können nachträglich geltend gemachte gesundheitliche Gründe, denen zufolge die Arbeit nicht gewertet werden soll, nicht anerkannt werden.
(6) 1Versäumen Studierende ohne ausreichende Entschuldigung eine Schulaufgabe, wird die Note „ungenügend“ erteilt. 2Bei ausreichender Entschuldigung findet ein Nachtermin statt. 3Versäumen Studierende mehrere Schulaufgaben mit ausreichender Entschuldigung, so kann ein Nachtermin für mehrere Schulaufgaben angesetzt werden.
(7) 1Versäumen Studierende den Nachtermin mit ausreichender Entschuldigung, so kann eine Ersatzprüfung angesetzt werden. 2Eine Ersatzprüfung kann in jedem Fach nur einmal im Semester stattfinden. 3Sie kann sich über den gesamten bis dahin behandelten Unterrichtsstoff des Semesters erstrecken. 4Der Termin der Ersatzprüfung und der Unterrichtsstoff sind den Studierenden spätestens eine Woche vorher mitzuteilen.
(8) 1Nehmen Studierende an der Ersatzprüfung wegen Erkrankung nicht teil, so muss die Erkrankung durch ärztliches Attest nachgewiesen werden. 2Die Schule kann die Vorlage eines schulärztlichen Zeugnisses verlangen.
(9) 1In der Semesterarbeit im fachpraktischen Semester sollen die Studierenden nachweisen, dass sie ausgehend von konkreten betrieblichen Situationen Zusammenhänge im komplexen Sinn erfassen und analysieren sowie entsprechende umsetzbare Lösungsvorschläge erstellen können. 2Die Ergebnisse sind schriftlich darzustellen. 3Für die Semesterarbeit stehen bis zu drei Monate zur Verfügung. 4Der festgelegte Abgabetermin kann in begründeten Fällen durch die zuständige Lehrkraft verlängert werden. 5Die Studierenden können das Unterrichtsfach bestimmen, in dem sie die Semesterarbeit anfertigen wollen; bei der Auswahl des Themas sollen Vorschläge der Studierenden berücksichtigt werden. 6Das Thema wird durch die Lehrkraft nach vorheriger Besprechung mit den Studierenden festgelegt. 7Die zuständige Lehrkraft bewertet die Semesterarbeit.
(10) Für Studierende der Fachrichtungen Gartenbau und Garten- und Landschaftsbau, die in zeitlichem Zusammenhang mit dem Schulbesuch die Meisterprüfung ablegen wollen, wird die praxisbezogene Aufgabe der Meisterprüfung in dreisemestrigen Fachschulen mit der Semesterarbeit im fachpraktischen Semester kombiniert.
(11) 1An den Fachschulen Landshut-Schönbrunn und Weilheim i.OB, Fachrichtung ökologischer Landbau, orientiert sich die Semesterarbeit im fachpraktischen Semester an der praktischen Meisterarbeit in Form eines Arbeitsprojekts aus dem Produktionsbereich „Pflanzliche Produktion“ oder „Tierische Produktion“. 2Die Ergebnisse sind schriftlich darzustellen; für Studierende, die im zeitlichen Zusammenhang mit dem Schulbesuch die Meisterprüfung ablegen, wird ein Zwischenbericht der praktischen Meisterarbeit entsprechend der Verordnung über die Anforderungen in der Meisterprüfung für den Beruf Landwirt/Landwirtin vom 12. März 1991 (BGBl I S. 659) in der jeweils geltenden Fassung als Ergebnis bewertet.
(12) Haben Studierende in einem Pflichtfach keine hinreichenden Leistungsnachweise erbracht und mit ausreichender Entschuldigung weder an Nachterminen noch an einer Ersatzprüfung teilgenommen, so wird anstelle einer Note eine entsprechende Bemerkung mit der Folge des § 21 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 aufgenommen.
§ 17
Stegreifaufgaben
(1) 1Stegreifaufgaben werden in mündlicher Form oder als schriftliche bzw. praktische Stegreifaufgabe erbracht. 2In jedem Semester sind in den Pflichtfächern mit einer oder zwei Wochenstunden mindestens eine Stegreifaufgabe, bei mehr als zwei Wochenstunden mindestens zwei Stegreifaufgaben zu fordern. 3Die je Schuljahr in einem Pflichtfach geforderten Stegreifaufgaben können durch eine Einzelprüfung von mindestens 15 Minuten Dauer erbracht werden; die Lehrkraft gibt rechtzeitig vorher den Umfang der Prüfungsinhalte bekannt. 4Stegreifaufgaben können durch eine angekündigte Kurzarbeit über den Stoff mehrerer Unterrichtsstunden ersetzt werden.
(2) 1Stegreifaufgaben haben im Wesentlichen nur den Lerninhalt der letzten Unterrichtseinheit oder den aufgegebenen laufenden Lerninhalt zum Gegenstand. 2 § 16 Abs. 3 bis 5 gelten entsprechend. 3Stegreifaufgaben werden nicht vorher angekündigt.
(3) Im fachpraktischen Semester sind die Leistungen an den einzelnen Schultagen in geeigneter Form zu benoten.
§ 18
Bewertung von Leistungen
(1) 1Für die Bewertung von Leistungen sind folgende Noten zu verwenden:
sehr gut
(1)
=
eine Leistung, die den Anforderungen in besonderem Maße entspricht,
gut
(2)
=
eine Leistung, die den Anforderungen voll entspricht,
befriedigend
(3)
=
eine Leistung, die den Anforderungen im Allgemeinen entspricht,
ausreichend
(4)
=
eine Leistung, die zwar Mängel aufweist, aber im Ganzen den Anforderungen noch entspricht,
mangelhaft
(5)
=
eine Leistung, die den Anforderungen nicht entspricht, aber erkennen lässt, dass die notwendigen Grundkenntnisse vorhanden sind und die Mängel in absehbarer Zeit behoben werden können,
ungenügend
(6)
=
eine Leistung, die den Anforderungen nicht entspricht und erkennen lässt, dass selbst die Grundkenntnisse so lückenhaft sind, dass die Mängel in absehbarer Zeit nicht behoben werden können.
2Zwischennoten sind nicht zulässig. 3Der Begriff „Anforderungen“ bezieht sich auf den Umfang sowie auf die selbständige und richtige Anwendung des Wissens und auf die Art der Darstellung.
(2) 1Die Lehrkraft ermittelt die Noten aus mehreren Einzelleistungen oder Einzelnoten unter Wahrung der Gleichbehandlung aller Studierenden in pädagogischer Verantwortung; dabei wird in der Regel, sofern im Folgenden nichts anderes bestimmt ist, das arithmetische Mittel gebildet. 2Als Note ergibt sich bei einem arithmetischen Mittel von
1,00 bis 1,50 = Note 1,
1,51 bis 2,50 = Note 2,
2,51 bis 3,50 = Note 3,
3,51 bis 4,50 = Note 4,
4,51 bis 5,50 = Note 5,
5,51 bis 6,00 = Note 6.
§ 19
Unerlaubte Hilfe
(1) 1Wer sich beim Ablegen von Leistungsnachweisen unerlaubter Hilfe bedient oder den Versuch dazu macht, erhält hierfür die Note „ungenügend“. 2Als Versuch gilt auch die Bereithaltung nicht zugelassener Hilfsmittel. 3Ebenso kann verfahren werden, wenn zu fremdem Vorteil gehandelt wird.
(2) 1Absatz 1 gilt auch dann, wenn der Verstoß erst nachträglich bekannt und nachgewiesen wird. 2Das Prüfungsergebnis ist zu berichtigen.
§ 20
Semesterzeugnis
(1) 1Zum Abschluss des ersten und des fachpraktischen Semesters erhalten die Studierenden je ein Zeugnis nach den vom Staatsministerium herausgegebenen Mustern. 2Das Zeugnis des ersten Semesters umfasst die Leistungen in den Pflichtfächern und den Wahlfächern, soweit diese benotet werden. 3Das Zeugnis des fachpraktischen Semesters umfasst die Leistungen der Schultage und das Thema und die Note der Semesterarbeit.
(2) 1Für das Zeugnis des ersten Semesters werden die Zeugnisnoten in den Pflicht- und Wahlfächern aus den Noten der Schulaufgaben und Stegreifaufgaben während des Semesters unter Wahrung der Gleichbehandlung aller Studierenden in pädagogischer Verantwortung der Lehrkraft ermittelt, wobei in der Regel das arithmetische Mittel der Noten (Zahlenwerte) aus den Schulaufgaben zweifach und das arithmetische Mittel der Noten (Zahlenwerte) aus den Stegreifaufgaben einfach zählen. 2Das arithmetische Mittel für die Schulaufgaben und für die Stegreifaufgaben wird auf zwei Dezimalstellen berechnet. 3Die dritte Dezimalstelle bleibt unberücksichtigt. 4Die sich hieraus ergebende Zeugnisnote ist als ganze Note auszuweisen.
(3) An den Fachschulen Landshut-Schönbrunn und Weilheim i.OB, Fachrichtung ökologischer Landbau, wird bei der Ermittlung der Zeugnisnote im Prüfungsfach Berufsausbildung und Mitarbeiterführung die auf zwei Dezimalstellen berechnete Fortgangsnote (Zahlenwert) und die auf zwei Dezimalstellen berechnete Note der schriftlichen Abschlussprüfung (Zahlenwert) zu gleichen Teilen gewertet.
(4) 1Die Zeugnisnote der Schultage im fachpraktischen Semester errechnet sich nach dem arithmetischen Mittel aus den Noten der Stegreifaufgaben nach § 17 Abs. 3. 2Sie ist als ganze Note auszuweisen. 3Die Note der Semesterarbeit wird gesondert aufgeführt.
(5) Die Zeugnisnoten werden von der Lehrerkonferenz (§ 35) festgestellt.
(6) Bemerkungen nach Art. 52 Abs. 3 Satz 3 BayEUG können in das Semesterzeugnis aufgenommen werden.
§ 21
Vorrücken und Wiederholen
(1) 1Das Semesterzeugnis enthält die Feststellung, ob die Berechtigung zum Vorrücken in das nächste Semester erreicht ist. 2Die Berechtigung zum Vorrücken ist nicht erreicht, wenn
1.
im ersten Semester in einem Pflichtfach die Note „ungenügend“ oder in zwei Pflichtfächern die Note „mangelhaft“ erteilt worden ist, ohne dass ein Notenausgleich stattfindet; Notenausgleich kann Studierenden gewährt werden, wenn bei der Note „ungenügend“ in einem Pflichtfach oder bei der Note „mangelhaft“ in zwei Pflichtfächern mindestens ausreichende Leistungen in allen übrigen Pflichtfächern erzielt und in mindestens einem Pflichtfach die Note „sehr gut“ oder „gut“, oder in zwei Pflichtfächern die Note „befriedigend“ erreicht wurden; bei der Note „ungenügend“ in einem Pflichtfach, das mit dem beendeten Semester ausläuft, ist ein Notenausgleich ausgeschlossen; das Gleiche gilt, wenn beide Noten „mangelhaft“ auf auslaufende Pflichtfächer entfallen;
2.
im fachpraktischen Semester der Studierende an mehr als einem vorgeschriebenen Schultag nicht teilgenommen oder die Semesterarbeit nicht termingerecht vorgelegt hat oder im Zeugnis einmal die Note „ungenügend“ oder zweimal die Note „mangelhaft“ erteilt worden ist, wobei Notenausgleich nicht möglich ist;
3.
anstelle einer Note eine Bemerkung gemäß § 16 Abs. 12 aufgenommen wurde, wobei ein Notenausgleich nicht möglich ist.
(2) 1Wurde die Berechtigung zum Vorrücken in das nächste Semester nicht erreicht, kann das Semester einmal wiederholt werden. 2 Art. 53 Abs. 3 und 5 Satz 1 BayEUG bleiben unberührt.
(3) 1Studierenden, die infolge nachgewiesener erheblicher Beeinträchtigungen ohne eigenes Verschulden wegen Leistungsminderungen die Voraussetzungen zum Vorrücken in das nächste Semester nicht erfüllen (z.B. wegen Krankheit), kann das Vorrücken auf Probe gestattet werden, wenn zu erwarten ist, dass die entstandenen Lücken geschlossen werden und das angestrebte Bildungsziel erreicht wird (Art. 53 Abs. 6 Satz 2 BayEUG).
(4) Über das Vorrücken, die Gewährung von Notenausgleich, das Vorrücken auf Probe und die Dauer der Probezeit entscheidet die Lehrerkonferenz.
§ 22
Abschlussprüfung
1Die Abschlussprüfung findet beim zweisemestrigen Studiengang zum Ende des zweiten Semesters, beim dreisemestrigen Studiengang zum Ende des dritten Semesters statt. 2Den Zeitpunkt der Abschlussprüfung legt das Staatsministerium fest. 3An den Fachschulen Landshut-Schönbrunn und Weilheim i.OB, Fachrichtung ökologischer Landbau, findet im Fach Berufsausbildung und Mitarbeiterführung der schriftliche Teil der Abschlussprüfung am Ende des ersten Semesters statt.
§ 23
Prüfungsausschuss
(1) 1Die Abschlussprüfung wird jeweils vor einem Prüfungsausschuss abgelegt. 2Dem Prüfungsausschuss, sofern das Staatsministerium nichts anderes bestimmt, gehören an
1.
der Schulleiter oder in dessen Abwesenheit sein Vertreter als vorsitzendes Mitglied,
2.
die Lehrkräfte, die in den Pflichtfächern unterrichten,
3.
ein Praktiker aus jeder Fachrichtung bzw. jedem Fachgebiet, der Meister und Mitglied im jeweiligen Meisterprüfungsausschuss sein soll.
3Im Bedarfsfall kann der Schulleiter weitere Ausschussmitglieder und stellvertretende Mitglieder berufen, die Mitglieder im jeweiligen Meisterprüfungsausschuss sein sollen.
(2) 1Der Prüfungsausschuss entscheidet mit einfacher Mehrheit und in Anwesenheit von mindestens der Hälfte der Mitglieder. 2Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des vorsitzenden Mitglieds. 3Stimmenthaltung ist nicht zulässig.
(3) Über den Verlauf und das Ergebnis der Abschlussprüfung ist eine Niederschrift zu fertigen; die Niederschrift ist drei Jahre aufzubewahren.
§ 24
Prüfungen
(1) Es werden folgende Pflichtfächer geprüft:
1.
Fachschule Veitshöchheim, Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau
a)
Baubetrieb
b)
Betriebswirtschaft
c)
Betriebsführung und EDV
d)
Berufsausbildung und Mitarbeiterführung
2.
Fachschule Fürth
a)
Produktion
b)
Betriebswirtschaft und Marketing
c)
Betriebsführung
d)
Berufsausbildung und Mitarbeiterführung
3.
Fachschule Landshut-Schönbrunn
3.1
Fachrichtung Gartenbau, Fachgebiet Marketing und Gestaltung/Zierpflanzenbau
a)
Produktion
b)
Betriebswirtschaft und Marketing
c)
Betriebsführung
d)
Berufsausbildung und Mitarbeiterführung
3.2
Fachrichtung Gartenbau, Fachgebiet Marketing und Gestaltung/Staudengärtnerei
a)
Produktion
b)
Betriebswirtschaft und Marketing
c)
Betriebsführung
d)
Berufsausbildung und Mitarbeiterführung
3.3
Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau
a)
Baubetrieb
b)
Betriebswirtschaft und Marketing
c)
Betriebsführung
d)
Berufsausbildung und Mitarbeiterführung
4.
Fachschule Kempten
a)
Milchbe- und –verarbeitung, Verfahrenstechnik und Qualitätsmanagement
b)
Angewandte Produktionstechnologien und Qualitätssicherungskonzepte
c)
Wirtschaftslehre und Recht
d)
Rechnungswesen und Prozesscontrolling
e)
Berufsausbildung und Mitarbeiterführung
5.
Fachschule Landshut-Schönbrunn, Fachrichtung ökologischer Landbau
a)
Pflanzliche Erzeugung und Vermarktung
b)
Tierische Erzeugung und Vermarktung
c)
Unternehmensführung, Recht, Steuern und Versicherungen
d)
Berufsausbildung und Mitarbeiterführung
6.
Fachschule Weilheim i.OB, Fachrichtung ökologischer Landbau
a)
Pflanzliche Erzeugung und Vermarktung
b)
Tierische Erzeugung und Vermarktung
c)
Unternehmensführung
d)
Berufsausbildung und Mitarbeiterführung
7.
Fachschule Triesdorf, Fachrichtung Milchwirtschaftliches Laborwesen
a)
Chemische, physikalische und mikrobiologische Untersuchungen
b)
Qualitätssicherung und milchwirtschaftliche Technologie
c)
Betriebswirtschaft, Informationsmanagement und Fachrecht
d)
Berufsausbildung und Mitarbeiterführung.
(2) Die Abschlussprüfung wird
1.
in den Fachrichtungen Gartenbau und Garten- und Landschaftsbau schriftlich, in Form einer praxisbezogenen Aufgabe, einer Betriebsbeurteilung, einer Fallstudie und in Form einer praktischen Ausbildungseinheit durchgeführt.
In den Prüfungsfächern nach Abs. 1 Nrn. 1, 2, 3.1, 3.2 und 3.3
dauert die schriftliche Prüfung in den Buchst. a und b jeweils 180 Minuten, in Buchst. d 150 Minuten,
stehen in den Buchst. a und b je zwei Themen zur Wahl,
ist jeweils im Buchst. a eine praxisbezogene Aufgabe nach Maßgabe der Meisterprüfung im Teil „Produktion, Dienstleistung und Vermarktung“ zu erstellen,
ist jeweils in Buchst. c eine Betriebsbeurteilung nach Maßgabe der Meisterprüfung im Teil „Betriebs- und Unternehmensführung“ zu erstellen,
ist jeweils in Buchst. d eine praktische Ausbildungseinheit mit Fachgespräch sowie eine Fallstudie nach Maßgabe der Meisterprüfung im Teil „Berufsausbildung und Mitarbeiterführung“ zu erstellen,
2.
in der Fachrichtung ökologischer Landbau schriftlich, in Form einer Wirtschafterarbeit durchgeführt.
In den Prüfungsfächern nach Abs. 1 Nrn. 5 und 6
dauert die schriftliche Prüfung in den Buchst. a und b jeweils 180 Minuten, in Buchst. d 150 Minuten,
stehen in den Buchst. a und b je zwei Themen zur Wahl,
ist jeweils im Buchst. c eine Wirtschafterarbeit nach Maßgabe der Meisterprüfung im Teil „Betriebs- und Unternehmensführung“ zur schriftlichen Meisterarbeit zu erstellen.
3.
in der Fachrichtung Milchwirtschaft und Molkereiwesen schriftlich, in Form einer praxisbezogenen Aufgabe, einer betriebsbezogenen Situationsaufgabe, einer Fallstudie und in Form einer praktischen Ausbildungseinheit durchgeführt.
In den Prüfungsfächern nach Abs. 1 Nr. 4
dauert die schriftliche Prüfung in Buchst. a 240 Minuten, in Buchst. c 180 Minuten und in Buchst. e 150 Minuten,
ist in Buchst. b eine praxisbezogene Aufgabe nach Maßgabe der Meisterprüfung im Teil „Produktions- und Verfahrenstechnik“ zu erstellen,
ist in Buchst. d eine betriebsbezogene Situationsaufgabe nach Maßgabe der Meisterprüfung im Teil „Betriebs- und Unternehmensführung“ zu erstellen,
ist in Buchst. e eine praktische Ausbildungseinheit mit Fachgespräch sowie eine Fallstudie nach Maßgabe der Meisterprüfung im Teil „Berufsausbildung und Mitarbeiterführung“ zu erstellen,
4.
in der Fachrichtung Milchwirtschaftliches Laborwesen schriftlich, in Form einer praktischen Meisterarbeit, einer betriebsbezogenen Situationsaufgabe, einer Fallstudie und in Form einer praktischen Ausbildungseinheit durchgeführt.
In den Prüfungsfächern nach Abs. 1 Nr. 7
dauert die schriftliche Prüfung in Buchst. a und d jeweils 150 Minuten, in Buchst. b 90 Minuten und in Buchst. c 180 Minuten,
ist in Buchst. a eine praktische Meisterarbeit nach Maßgabe der Meisterprüfung im Teil „Unternehmens- und Verfahrenstechnik“ zu erstellen,
ist in Buchst. c eine betriebsbezogenen Situationsaufgabe nach Maßgabe der Meisterprüfung im Teil „Laborführung“ zu erstellen,
ist in Buchst. d eine praktische Ausbildungseinheit mit Fachgespräch sowie eine Fallstudie nach Maßgabe der Meisterprüfung im Teil „Berufsausbildung und Mitarbeiterführung“ zu erstellen.
(3) 1Für die schriftlichen Prüfungen werden die Prüfungsthemen und die zugelassenen Hilfsmittel nach Vorgaben des Staatsministeriums festgelegt; der Schulleiter reicht nach Anforderung Themenvorschläge ein. 2Die Anzahl der Themenvorschläge wird in der Anforderung festgelegt. 3Dabei können die Prüfungsthemen den vom zuständigen Meisterprüfungsausschuss gestellten Prüfungsthemen entsprechen. 4Auch in den weiteren Prüfungsteilen
nach Abs. 1 Nrn. 1, 2, 3.1, 3.2 und 3.3 Buchst. a (Praxisbezogene Aufgabe), Buchst. c (Betriebsbeurteilung) und d (Praktische Ausbildungseinheit, Fallstudie),
nach Abs. 1 Nrn. 5 und 6 Buchst. c (Wirtschafterarbeit),
nach Abs. 1 Nr. 4 Buchst. b (Praxisbezogene Aufgabe), Buchst. c (Betriebsbezogene Situationsaufgabe) und Buchst. e (Praktische Ausbildungseinheit, Fallstudie),
nach Abs. 1 Nr. 7 Buchst. a (Praktische Meisterarbeit), Buchst. c (Betriebsbezogene Situationsaufgabe) und Buchst. d (Praktische Ausbildungseinheit, Fallstudie)
können die Themen den vom zuständigen Meisterprüfungsausschuss gestellten Prüfungsthemen entsprechen.
(4) 1Die Prüfungsaufgaben werden von der zuständigen Lehrkraft als Erstprüfer und einem vom Schulleiter bestimmten weiteren Mitglied des Prüfungsausschusses, das Mitglied im jeweiligen Meisterprüfungsausschuss sein soll, als Zweitprüfer bewertet. 2Bei abweichender Beurteilung sollen die beiden Prüfer eine Einigung über die Benotung herbeiführen. 3Kommt eine Einigung nicht zustande, entscheidet das vorsitzende Mitglied des Prüfungsausschusses oder ein von ihm bestellter dritter Prüfer.
§ 25
(aufgehoben)
§ 26
Versäumnis, unerlaubte Hilfe
(1) Wer eine Prüfung versäumt und nicht nachweisen kann, dass ein zwingender Hinderungsgrund ohne eigenes Verschulden vorlag, erhält hierfür die Note „ungenügend“.
(2) Wer aus zwingenden Hinderungsgründen ohne eigenes Verschulden schriftliche Teile der Abschlussprüfung oder die gesamte Abschlussprüfung versäumt, erhält einen Nachholtermin.
(3) Ob Versäumnisgründe zu vertreten sind, entscheidet der Prüfungsausschuss.
(4) § 16 Abs. 5 und § 19 gelten entsprechend.
§ 27
Festsetzung des Prüfungsergebnisses
(1) Vor Beginn der Abschlussprüfung setzt die Lehrerkonferenz entsprechend § 18 Abs. 2 und § 20 Abs. 2 die von den Lehrkräften vorgeschlagenen Fortgangsnoten (Zahlenwerte) des zweiten bzw. dritten Semesters der Prüfungsfächer und der übrigen Fächer fest.
(2) 1Nach Ende der Abschlussprüfung setzt der Prüfungsausschuss die Zeugnisnoten fest. 2Bei der Ermittlung der Zeugnisnote eines Prüfungsfachs wird die auf zwei Dezimalstellen berechnete Fortgangsnote (Zahlenwert) und die Note der schriftlichen Prüfung jeweils einfach gewertet. 3Die von der Meisterprüfung gemäß § 24 Abs. 2 übernommenen Prüfungsteile werden wie folgt gewertet:
praxisbezogene Aufgabe, Betriebsbeurteilung, praktische Ausbildungseinheit mit Fachgespräch und Fallstudie aus den Fachrichtungen Gartenbau und Garten- und Landschaftsbau doppelt;
Wirtschafterarbeit (schriftliche Meisterarbeit) aus der Fachrichtung ökologischer Landbau doppelt;
betriebsbezogene Situationsaufgabe einfach, praxisbezogene Aufgabe, die praktische Ausbildungseinheit mit Fachgespräch und die Fallstudie aus der Fachrichtung Milchwirtschaft und Molkereiwesen doppelt;
betriebsbezogene Situationsaufgabe einfach, praktische Meisterarbeit, praktische Ausbildungseinheit mit Fachgespräch und Fallstudie aus der Fachrichtung Milchwirtschaftliches Laborwesen doppelt.
4Bei den übrigen Fächern ist die Fortgangsnote zugleich die Zeugnisnote. 5Die Zeugnisnoten sind als ganze Noten auszuweisen.
(3) 1Neben den Zeugnisnoten nach Absatz 2 wird eine Gesamtnote errechnet. 2Diese ergibt sich aus dem arithmetischen Mittel der Zeugnisnoten (Zahlenwerte, ganze Noten) der Prüfungsfächer und der Zeugnisnoten (Zahlenwerte, ganze Noten) der sonstigen Pflichtfächer, wobei die Zeugnisnoten der Prüfungsfächer je zweifach, die Noten der sonstigen Pflichtfächer je einfach gewertet werden. 3Das Ergebnis wird auf zwei Dezimalstellen berechnet. 4Die Gesamtnote kann lauten:
sehr gut
=
1,00 – 1,50,
gut
=
1,51 – 2,50,
befriedigend
=
2,51 – 3,50,
ausreichend
=
3,51 – 4,50.
5Im Zeugnis sind die Gesamtnote und der auf zwei Dezimalstellen errechnete Zahlenwert auszuweisen.
(4) 1Nach Vorliegen der Zeugnisnoten und der Gesamtnote entscheidet der Prüfungsausschuss über das Bestehen der Abschlussprüfung. 2Abgesehen von einer schlechteren Gesamtnote als ausreichend ist die Abschlussprüfung nicht bestanden, wenn in einem Prüfungsfach oder sonstigen Pflichtfach die Note „ungenügend“ oder in zwei Fächern die Note „mangelhaft“ erzielt worden ist. 3Bei der Note „mangelhaft“ in nur einem Prüfungsfach und in einem sonstigen Pflichtfach oder in zwei sonstigen Pflichtfächern ist die Abschlussprüfung gleichwohl bestanden, wenn in einem anderen Prüfungsfach die Note „sehr gut“ oder in zwei Prüfungsfächern oder in einem Prüfungsfach und in einem sonstigen Pflichtfach jeweils wenigstens die Note „gut“ erzielt wurde.
(5) Für die Berechnung der Gesamtnote und für das Bestehen der Abschlussprüfung zählen alle Noten der Pflichtfächer im Abschlusszeugnis.
(6) 1Ist die Abschlussprüfung nicht bestanden, so kann sie nach nochmaligem Besuch des letzten Semesters einmal wiederholt werden. 2Mit Genehmigung des Staatsministeriums, an der Fachschule Veitshöchheim mit Genehmigung des Präsidenten, ist eine zweite Wiederholung möglich (Art. 54 Abs. 5 Satz 2 BayEUG).
(7) Absatz 6 Satz 1 gilt entsprechend, wenn die Abschlussprüfung zur Notenverbesserung wiederholt wird; die Studierenden haben die Wahl, welches Prüfungszeugnis sie gelten lassen wollen.
§ 28
Abschlusszeugnis
(1) 1Zum Abschluss des letzten Semesters erhalten Studierende, die die Abschlussprüfung bestanden haben, ein Abschlusszeugnis. 2Für das Abschlusszeugnis sind die Muster des Staatsministeriums zu verwenden.
(2) 1Im Abschlusszeugnis sind die Gesamtnote, der auf zwei Dezimalstellen errechnete Zahlenwert der Gesamtnote und die Zeugnisnoten der Pflicht- und Wahlfächer des letzten Semesters auszuweisen. 2Daneben sind die Berufsbezeichnung und die Berechtigung, welche das Zeugnis verleiht, auszuweisen. 3Weitere Zusatzqualifikationen, in denen Zertifikate erworben wurden, werden aufgeführt.
(3) Studierende, die die Abschlussprüfung nicht bestanden haben, erhalten eine Bestätigung nach dem vom Staatsministerium herausgegebenen Muster mit den Zeugnisnoten und dem Vermerk über das Nichtbestehen.
§ 29
Berufsbezeichnung, Urkunden
Studierende, die die Abschlussprüfung bestanden haben, erhalten neben dem Abschlusszeugnis eine Urkunde nach dem Muster des Staatsministeriums; sie sind berechtigt, die Berufsbezeichnung „Staatlich geprüfter Wirtschafter / Staatlich geprüfte Wirtschafterin für
Gartenbau, Fachgebiet Marketing und Gestaltung/Zierpflanzenbau
Gartenbau, Fachgebiet Marketing und Gestaltung/Staudengärtnerei
Gartenbau, Fachgebiet Gemüsebau
Gartenbau, Fachgebiet Baumschule
Gartenbau, Fachgebiet Obstbau
Garten- und Landschaftsbau
ökologischen Landbau
Milchwirtschaft und Molkereiwesen
Milchwirtschaftliches Laborwesen“
zu führen.
§ 29a
Berufs- und arbeitspädagogische Eignung
1Studierende, die nicht zur Meisterprüfung zugelassen sind, können auf Antrag die Ausbildereignungsprüfung gemäß der Ausbilder-Eignungsverordnung vor dem zuständigen Meisterprüfungsausschuss ablegen. 2Der Nachweis der berufs- und arbeitspädagogischen Eignung wird im Abschlusszeugnis eingetragen.

Siebter Teil Schulleiter, Lehrkräfte, Lehrerkonferenz

§ 30
Schulleiter, Lehrkräfte
(1) Der Schulleiter und seine Vertretung werden vom Staatsministerium bestellt; sie müssen zugleich mit mehr als der Hälfte der Unterrichtspflichtzeit beschäftigte Lehrkräfte sein.
(2) 1Mit mehr als der Hälfte der Unterrichtspflichtzeit beschäftigte Lehrkräfte sind in der Regel die Beamten des höheren agrarwirtschaftlichen bzw. agrarwirtschaftlich-hauswirtschaftlichen Dienstes einschließlich des höheren agrarwirtschaftlichen bzw. agrarwirtschaftlich-hauswirtschaftlichen Lehramts sowie landwirtschaftlich-hauswirtschaftliche Fachlehrerinnen und –beraterinnen oder vergleichbare Beamte. 2Mit weniger als der Hälfte der Unterrichtspflichtzeit beschäftigte Lehrkräfte werden durch den Schulleiter berufen.
(3) Der Schulleiter, bei der Fachschule Veitshöchheim im Einvernehmen mit dem Präsidenten, bestimmt eine Beratungslehrkraft entsprechend Art. 78 Abs. 1 BayEUG, die auch die Aufgaben der Drogenkontaktlehrkraft wahrnehmen kann.
(4) Der Schulleiter bestimmt für jedes Semester und jede Klasse eine mit mehr als der Hälfte der Unterrichtspflichtzeit beschäftigte Lehrkraft als Klassenleiter.
(5) 1Der Schulleiter übt das Hausrecht in der Schulanlage aus. 2Der Schulleiter erlässt eine Hausordnung und gegebenenfalls eine Heimordnung.
§ 31
Lehrerkonferenz
(1) 1Die Lehrerkonferenz ist mindestens einmal in jedem Semester einzuberufen; ihre Sitzungen sind nicht öffentlich. 2Mitglieder der Lehrerkonferenz sind alle Lehrkräfte; sie sind verpflichtet, an den Sitzungen teilzunehmen. 3Die mit mehr als der Hälfte der Unterrichtspflichtzeit beschäftigten Lehrkräfte sowie unterweisende Fachkräfte sind zur Teilnahme nur verpflichtet, wenn dies das vorsitzende Mitglied für erforderlich hält.
(2) Den Klassensprechern ist Gelegenheit zu geben, an der Lehrerkonferenz teilzunehmen, wenn und soweit Angelegenheiten beraten werden, welche die Studierenden allgemein betreffen; die Entscheidung hierüber trifft das vorsitzende Mitglied.
(3) 1Alle Mitglieder der Lehrerkonferenz sind stimmberechtigt. 2Bei der Beschlussfassung entscheidet die Mehrheit der abgegebenen Stimmen. 3Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des vorsitzenden Mitglieds. 4Die Lehrerkonferenz ist beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte der stimmberechtigten zur Teilnahme verpflichteten Mitglieder anwesend ist. 5 § 36 Abs. 2 bleibt unberührt.
(4) 1Über Beratungen und Abstimmungen, die Angelegenheiten von Studierenden, Schulpersonal oder dritten Personen betreffen, ist Verschwiegenheit zu bewahren. 2Die Lehrerkonferenz kann auch die vertrauliche Behandlung anderer Beratungsgegenstände beschließen.
(5) 1Über den Ablauf jeder Lehrerkonferenz ist eine Niederschrift anzufertigen. 2Die Niederschrift muss enthalten:
1.
den Tag, Ort und Dauer der Sitzung,
2.
die Teilnehmer,
3.
die Tagesordnung,
4.
die Ergebnisse, bei Abstimmungen auch das Stimmverhältnis.
3Konferenzteilnehmer können abweichende Meinungen zu Protokoll geben.

Achter Teil Einrichtungen zur Mitgestaltung des schulischen Lebens

§ 32
Studierendenvertretung
(1) 1Die Studierenden jeder Klasse wählen zu Semesterbeginn aus dem Kreis der Studierenden jeweils eine Person zum Klassensprecher sowie eine weitere Person zu dessen Stellvertreter. 2Die Wahl erfolgt schriftlich und geheim. 3Erhält keine Person die Mehrheit der abgegebenen Stimmen, so findet eine Stichwahl unter den beiden Personen statt, welche die höchste Zahl gültiger Stimmen erhalten haben. 4Auf Antrag der Mehrheit der Studierenden kann während des Semesters eine Neuwahl durchgeführt werden.
(2) 1Die Klassensprecher vertreten die Studierenden in Schulangelegenheiten (Art. 62 Abs. 1 BayEUG). 2Die Rechte der einzelnen Studierenden, insbesondere nach § 14 Abs. 1 und 2, bleiben unberührt.
(3) 1Die Klassensprecher und ihre Stellvertreter bilden die Studierendenvertretung der Fachschule. 2Die Studierendenvertretung nimmt die Aufgaben nach Art. 62 Abs. 4 BayEUG wahr. 3Die Mitglieder der Studierendenvertretung wählen aus ihrer Mitte ein vorsitzendes Mitglied und einen Stellvertreter. 4Diese nehmen die Aufgaben und Rechte nach Art. 62 Abs. 5 BayEUG wahr. 5Für die Wahl gilt Absatz 1 entsprechend.
(4) Der Schulleiter unterrichtet die Studierendenvertretungen über deren Aufgaben und laufend über Angelegenheiten, die für die Fachschule von allgemeiner Bedeutung sind, wie Beschlüsse der Lehrerkonferenz oder Rechts- und Verwaltungsvorschriften, soweit sie Angelegenheiten der Studierenden betreffen.
§ 33
Beirat
(1) 1Bei der Fachschule ist ein Beirat für die Dauer von vier Jahren zu bilden. 2Dem Beirat gehören an
1.
zwei Vertreter des Schulaufwandsträgers, davon eine Person als vorsitzendes Mitglied,
2.
der Schulleiter als Vertreter des Vorsitzenden,
3.
eine Person des Staatsministeriums, bei der Fachschule Veitshöchheim der Präsident der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau,
4.
der stellvertretende Schulleiter,
5.
je eine Person der einschlägigen Berufsorganisationen,
6.
eine Person des Absolventenverbands.
3An der Fachschule Landshut-Schönbrunn, Fachrichtung ökologischer Landbau, setzt sich der Beirat aus den in Absatz 1 Nrn. 1 bis 5 genannten Mitgliedern zusammen. 4Das Staatsministerium beruft die Mitglieder nach Satz 2 Nrn. 5 und 6 und deren Vertreter auf Vorschlag des Schulleiters.
(2) 1Der Beirat wirkt bei grundsätzlichen und wichtigen Fragen des Schulbetriebs beratend mit. 2Er fasst seine Beschlüsse mit einfacher Mehrheit. 3Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des vorsitzenden Mitglieds.
(3) 1Der Beirat ist jährlich mindestens einmal durch das vorsitzende Mitglied einzuberufen. 2Er muss einberufen werden, wenn ein Drittel der Mitglieder dies unter Angabe des Beratungsgegenstands schriftlich beantragt.
(4) 1Die Tätigkeit im Beirat ist ehrenamtlich. 2Die Leistung von Aufwandsentschädigungen für die Mitglieder nach Absatz 1 Satz 2 Nrn. 5 und 6 regelt das Staatsministerium.

Neunter Teil Tätigkeiten von nicht zur Schule gehörigen Personen

§ 34
Sammlung, Werbung
(1) 1Die Durchführung von Sammlungen in der Fachschule für außerschulische Zwecke und die Aufforderung an die Studierenden in der Schule, sich an Sammlungen in der Öffentlichkeit zu beteiligen, sind unzulässig. 2Ausnahmen bedürfen der Genehmigung des Staatsministeriums. 3Unterrichtszeit darf jedoch für Sammlungstätigkeit nicht verwendet werden.
(2) Für die kommerzielle und politische Werbung gilt Art. 84 BayEUG.
§ 35
Erhebungen
Erhebungen durch nicht zur Schule gehörige Personen und Organisationen einschließlich Umfragen und wissenschaftliche Untersuchungen sind in der Fachschule nur mit Zustimmung des Staatsministeriums zulässig.

Zehnter Teil Ordnungsmaßnahmen, Aufsicht, Haftung

§ 36
Ordnungsmaßnahmen
(1) 1Studierende haben sich so zu verhalten, dass der Zweck des Unterrichts erfüllt und das Bildungsziel erreicht werden kann. 2In diesem Rahmen ist den Anordnungen des Schulleiters, der Lehrkräfte und derjenigen Personen zu folgen, denen bestimmte Aufgaben in der Fachschule übertragen sind.
(2) 1 Art. 86 bis 88 BayEUG gelten entsprechend. 2Eine Bindung an die Reihenfolge der Ordnungsmaßnahmen nach Art. 86 Abs. 2 BayEUG besteht nicht. 3In der Fachschule kommen in der Regel folgende Ordnungsmaßnahmen in Frage:
1.
der schriftliche Verweis durch den Klassenleiter,
2.
der verschärfte Verweis durch den Schulleiter,
3.
die Androhung der Entlassung durch die Lehrerkonferenz,
4.
die Entlassung durch die Lehrerkonferenz.
(3) Ordnungsmaßnahmen werden dem Studierenden schriftlich unter Angabe des zu Grunde liegenden Sachverhalts mitgeteilt.
(4) 1Bei Entlassung kann die Wiederaufnahme in die Fachschule frühestens zu Beginn des nächsten vergleichbaren Semesters erfolgen. 2Studierende, die bereits zweimal entlassen wurden, können nicht wieder aufgenommen werden.
§ 37
Aufsicht
1Die Aufsichtspflicht der Fachschule erstreckt sich auf die Zeit, in der die Studierenden am Unterricht oder an sonstigen Schulveranstaltungen teilnehmen. 2Der Schulleiter regelt die Aufsicht während des Schulbetriebs.
§ 38
Haftung
(1) In Schadensfällen haftet der Freistaat Bayern als Schulträger im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen.
(2) 1Für Schäden, die Studierende schuldhaft verursachen, sind diese dem Schulträger gegenüber nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen verantwortlich. 2Die Haftung bezieht sich auch auf das den Studierenden anvertraute Schuleigentum. 3Die Fachschule schließt für die Studierenden eine angemessene Haftpflichtversicherung ab; die Studierenden sind verpflichtet, die Beiträge für die Haftpflichtversicherung rechtzeitig an die Fachschule zu entrichten.

Elfter Teil Schlussvorschriften

§ 39
In-Kraft-Treten, Übergangsregelung
(1) Diese Verordnung tritt mit Wirkung vom 1. August 2002 in Kraft.
(2) Die Ausbildung von Studierenden, die vor dem 1. August 2014 begonnen hat, richtet sich nach den bisherigen Vorschriften.
München, den 1. August 2002
Bayerisches Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten
Josef Miller, Staatsminister
Anlage 1
Stundentafel für die Staatliche Fachschule für Agrarwirtschaft Veitshöchheim – Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau – – zweisemestrig mit E-learning-Phasen –


1.
2.
Ge-
Semester
Semester
samt
Erste Prä- senzphase
Präsenz- tage
Online- Unterricht
Online- Unter- richt
Präsenz- tage
Zweite Präsenz- phase



Unterrichtsstunden
1.
PFLICHTFÄCHER







1.1
Technik und Bauen (Produktion, Dienstleistung und Vermarktung)







1.1.1
Pflanzenverwendung
55
24
25
25
8
88
225
1.1.2
Grünflächenbau
110
20
30
30
20
121
331
1.1.3
Baubetrieb
44
-
5
5
-
55
109
1.2
Betriebs- und Unternehmensführung







1.2.1
Betriebswirtschaft
44
8
15
15
4
44
130
1.2.2
Betriebsführung und EDV
66
4
5
5
8
11
99
1.2.3
Rechts- und Sozialkunde
44
-
-
-
-
44
88
1.3
Berufsausbildung und Mitarbeiterführung
44
32
-
-
-
44
120
1.4
Seminare und Übungen
33
-
40
40
-
33
146

Mindestpflichtstunden
440
88
120
120
40
440
1 248
Anlage 2
Stundentafel für die Staatliche Fachschule für Agrarwirtschaft Fürth


1.
2.
3.
1. + 3.
Semester
Semester
Semester
Semester
Wochen- stunden
Schultage
Wochen- stunden
Wochen- stunden
1.
PFLICHTFÄCHER




1.1
Produktion, Dienstleistung und Vermarktung




1.1.1
Grundlagen der Kulturführung
6
2
5
11
1.1.2
Produktion
8
8
8
16
1.2
Betriebs- und Unternehmensführung




1.2.1
Betriebswirtschaft und Marketing
5
1
6
11
1.2.2
Betriebsführung
3
2
3
6
1.2.3
Rechts- und Sozialkunde
3
-
3
6
1.3
Berufsausbildung und Mitarbeiterführung
4
2
4
8
1.4
Seminare und Übungen
4
-
4
8

Mindestpflichtstunden
33
15
33
66
Anlage 3.1
Stundentafel für die Staatliche Fachschule für Agrarwirtschaft Landshut-Schönbrunn – Fachrichtung Gartenbau – – Fachgebiet Marketing und Gestaltung / Zierpflanzenbau –


1.
2.
1. + 2.
Semester
Semester
Semester
Wochen- stunden
Wochen- stunden
Wochen- stunden
1.
PFLICHTFÄCHER



1.1
Produktion, Dienstleistung und Vermarktung



1.1.1
Produktion
13
11
24
1.1.2
Gestaltung und Dienstleistung
10
9
19
1.2
Betriebs- und Unternehmensführung



1.2.1
Betriebswirtschaft und Marketing
7
6
13
1.2.2
Rechts- und Sozialkunde
2
2
4
1.2.3
Betriebsführung
3
3
6
1.3
Berufsausbildung und Mitarbeiterführung
4
4
8

Mindestpflichtstunden
39
35
74
2.
WAHLFÄCHER



2.1
Vertiefung Gestaltung und Marketing
2
2
4
Anlage 3.2
Stundentafel für die Staatliche Fachschule für Agrarwirtschaft Landshut-Schönbrunn – Fachrichtung Gartenbau – – Fachgebiet Marketing und Gestaltung / Staudengärtnerei –


1.
2.
1. + 2.
Semester
Semester
Semester
Wochen- stunden
Wochen- stunden
Wochen- stunden
1.
PFLICHTFÄCHER



1.1
Produktion, Dienstleistung und Vermarktung



1.1.1
Produktion
13
11
24
1.1.2
Gestaltung und Dienstleistung
10
9
19
1.2
Betriebs- und Unternehmensführung



1.2.1
Betriebswirtschaft und Marketing
7
6
13
1.2.2
Rechts- und Sozialkunde
2
2
4
1.2.3
Betriebsführung
3
3
6
1.3
Berufsausbildung und Mitarbeiterführung
4
4
8

Mindestpflichtstunden
39
35
74
2.
WAHLFÄCHER



2.1
Vertiefung Gestaltung und Marketing
2
2
4
Anlage 3.3
Stundentafel für die Staatliche Fachschule für Agrarwirtschaft Landshut-Schönbrunn – Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau – – dreisemestrig –


1.
2.
3.
1. + 3.
Semester
Semester
Semester
Semester
Wochen- stunden
Schultage
Wochen- stunden
Wochen- stunden
1.
PFLICHTFÄCHER




1.1
Produktion, Dienstleistung, Vermarktung
-
6
-
-
1.1.1
Baubetrieb
11
-
11
22
1.1.2
Rechts- und Sozialkunde
4
-
5
9
1.1.3
Pflanzenverwendung
6
-
5
11
1.2
Betriebs- und Unternehmensführung
-
7
-
-
1.2.1
Betriebswirtschaft und Marketing
9
-
5
14
1.2.2
Betriebsführung
5
-
6
11
1.3
Berufsausbildung und Mitarbeiterführung
4
2
3
7

Mindestpflichtstunden/Schultage
39
15
35
74
2.
WAHLFÄCHER




2.1
Vertiefung Baubetrieb/Betriebswirtschaft
-
-
2
2
Anlage 3.4
Stundentafel für die Staatliche Fachschule für Agrarwirtschaft Landshut-Schönbrunn – Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau – – zweisemestrig –


1.
2.
1. + 2.
Semester
Semester
Semester
Wochen- stunden
Wochen- stunden
Wochen- stunden
1.
PFLICHTFÄCHER



1.1
Produktion, Dienstleistung, Vermarktung



1.1.1
Baubetrieb
11
11
22
1.1.2
Rechts- und Sozialkunde
4
5
9
1.1.3
Pflanzenverwendung
6
5
11
1.2
Betriebs- und Unternehmensführung



1.2.1
Betriebswirtschaft und Marketing
9
5
14
1.2.2
Betriebsführung
5
6
11
1.3
Berufsausbildung und Mitarbeiterführung
4
3
7

Mindestpflichtstunden
39
35
74
2.
WAHLFÄCHER



2.1
Vertiefung Baubetrieb / Betriebswirtschaft
-
2
2
Anlage 4
Stundentafel für die Staatliche Fachschule für Agrarwirtschaft Kempten – Fachrichtung Milchwirtschaft und Molkereiwesen –


1.
2.
1. + 2.
Semester
Semester
Semester
Wochen- stunden
Wochen- stunden
Wochen- stunden
1.
PFLICHTFÄCHER



1.1
Produktions- und Verfahrenstechnik



1.1.1
Milchbe- und –verarbeitung, Verfahrenstechnik und Qualitätsmanagement
16
16
32
1.1.2
Angewandte Produktionstechnologien und Qualitätsmanagement
6
7
13
1.2
Betriebs- und Unternehmensführung



1.2.1
Wirtschaftslehre und Recht
5
5
10
1.2.2
Rechnungswesen und Prozesscontrolling
5
5
10
1.3
Berufsausbildung und Mitarbeiterführung
4
3
7

Mindestpflichtstunden
36
36
72
Anlage 5
Stundentafel für die Staatliche Fachschule für Agrarwirtschaft Landshut-Schönbrunn – Fachrichtung ökologischer Landbau – – dreisemestrig –


1.
2.
3.
1. + 3.
Semester
Semester
Semester
Semester
Wochen- stunden
Schultage
Wochen- stunden
Wochen- stunden
1.
PFLICHTFÄCHER




1.1
Produktions- und Verfahrenstechnik




1.1.1
Pflanzliche Erzeugung und Vermarktung
8
-
8
16
1.1.2
Tierische Erzeugung und Vermarktung
5
-
6
11
1.1.3
Naturschutz und Landschaftspflege
-
-
2
2
1.1.4
Landtechnik und Verfahrenstechnik
2
-
-
2
1.2
Betriebs- und Unternehmensführung




1.2.1
Unternehmensführung, Recht, Steuern und Versicherungen
8
-
12
20
1.2.2
Rechnungswesen
3
-
-
3
1.2.3
Organisation im ökologischen Landbau, Agrarpolitik
2
-
2
4
1.2.4
Diversifizierung und Direktvermarktung
-
-
2
2
1.3
Berufsausbildung und Mitarbeiterführung
4
-
-
4
2.
Schultage




2.1
Produktionstechnik im Bereich Pflanzliche Erzeugung
-
5
-
-
2.2
Produktionstechnik im Bereich Tierische Erzeugung
-
4
-
-
2.3
Buchführung, Abschlusserstellung
-
5
-
-
2.4
Naturschutz
-
1
-
-

Mindestpflichtstunden/Schultage
32
15
32
64
3.
WAHLFÄCHER




3.1
Waldwirtschaft
1
-
-
1
3.2
Biologisch-dynamische Wirtschaftsweise
-
-
1
1
Anlage 6
Stundentafel für die Staatliche Fachschule für Agrarwirtschaft Weilheim i.OB – Fachrichtung ökologischer Landbau – – dreisemestrig –


1.
2.
3.
1. + 3.
Semester
Semester
Semester
Semester
Wochen- stunden
Schultage
Wochen- stunden
Wochen- stunden
1.
PFLICHTFÄCHER




1.1
Produktions- und Verfahrenstechnik




1.1.1
Pflanzliche Erzeugung und Vermarktung
7
-
6
13
1.1.2
Tierische Erzeugung und Vermarktung
7
-
6
13
1.1.3
Naturschutz und Landschaftspflege
2
-
-
2
1.1.4
Tiergesundheit und Tierschutz
2
-
-
2
1.1.5
Waldwirtschaft
1
-
-
1
1.2
Betriebs- und Unternehmensführung




1.2.1
Unternehmensführung
6
-
14
20
1.2.2
Rechnungswesen
5
-
-
5
1.2.3
Steuer- und Sozialrecht
-
-
2
2
1.2.4
Organisation im ökologischen Landbau, Agrarpolitik
2
-
2
4
1.2.5
Diversifizierung und Direktvermarktung
-
-
2
2
1.3
Berufsausbildung und Mitarbeiterführung
4
-
-
4
2.
Schultage




2.1
Produktionstechnik im Bereich Pflanzliche Erzeugung
-
4
-
-
2.2
Produktionstechnik im Bereich Tierische Erzeugung
-
4
-
-
2.3
Rechnungswesen und Unternehmensführung
-
4
-
-
2.4
Naturschutz
-
1
-
-
2.5
Einkommensalternativen
-
1
-
-
2.6
Waldbau
-
1
-
-

Mindestpflichtstunden/Schultage
36
15
32
68
3.
WAHLFÄCHER




3.1
Biologisch-dynamische Wirtschaftsweise
-
-
1
1
Anlage 7
Stundentafel für die Staatliche Fachschule für Agrarwirtschaft Triesdorf – Fachrichtung Milchwirtschaftliches Laborwesen – – zweisemestrig –


1.
2.
1. + 2.
Semester
Semester
Semester
Wochen- stunden
Wochen- stunden
Wochen- stunden
1.
PFLICHTFÄCHER



1.1
Untersuchungs- und Verfahrenstechnik



1.1.1
Chemische, physikalische und mikrobiologische Untersuchungen
8
9
17
1.1.2
Qualitätssicherung und milchwirtschaftliche Technologie
5
6
11
1.2
Laborführung



1.2.1
Betriebswirtschaft, Informationsmanagement und Fachrecht
6
6
12
1.3
Berufsausbildung und Mitarbeiterführung



1.3.1
Berufsausbildung und Mitarbeiterführung
4
2
6
1.3.2
Rhetorik und Kommunikation
1
1
2
1.4
Fachbezogenes Englisch
1
1
2
1.5
Seminare und Übungen
10
10
20

Mindestpflichtstunden/Schultage
35
35
70