Inhalt

BerFöR
in Kraft ab: 01.01.2017
außer Kraft ab: 01.01.2020

3. Gegenstand der Förderung

Gefördert werden Beratungsleistungen für Landwirte, Gärtner und Winzer, wenn diese von anerkannten Beratungsanbietern1 im Verbund mit der staatlichen Beratung in folgenden Bereichen erbracht werden:

3.1

Einzelbetriebliche Beratungsleistungen in den Bereichen

3.1.1

Produktionstechnik und betriebszweigspezifische Ökonomik,

3.1.2

Arbeitswirtschaft,

3.1.3

Betriebszweigauswertung, wenn diese nach den Vorgaben der Landesanstalt für Landwirtschaft gefertigt, plausibilisiert und zur Auswertung fristgerecht vorlegt wird,

3.1.4

landwirtschaftliches Bauen.

3.1.5

1Der Eigenanteil der nach Nr. 3.1 beratenen Unternehmen muss bei mindestens 20 % des Preises der Leistungseinheit (ohne Umsatzsteuer) liegen. 2Die förderfähigen Inhalte werden vom Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (Staatsministerium) in Beratungsfeldern festgelegt.

3.2

Sonstige Beratungsleistungen

3.2.1

1Leitung von Arbeitskreisen auf Grundlage von genehmigten Konzeptionen, die den Vorgaben des Staatsministeriums entsprechen. 2Ein Arbeitskreis muss mindestens zehn Mitglieder umfassen. 3Es sind mindestens sechs dreistündige Treffen im Kalenderjahr abzuhalten. 4Der Mindesteigenanteil je Mitglied beträgt jährlich 90 Euro inkl. USt. 5Bei Arbeitskreisen, die im zweiten Halbjahr starten oder im ersten Halbjahr enden, sind mindestens drei Treffen und ein Mindesteigenanteil von halbjährlich 45 Euro inkl. USt. je Mitglied erforderlich. 6Ein Arbeitskreis ist maximal für die Dauer von drei Jahren förderfähig. 7Die Förderung ist jährlich zu beantragen.

3.2.2

1Durchführung von Workshops auf Grundlage genehmigter themenbezogener Konzeptionen, die den Vorgaben des Staatsministeriums entsprechen. 2Ein Workshop muss mindestens acht Teilnehmer umfassen. 3In begründeten Einzelfällen kann von der Mindestteilnehmerzahl abgewichen werden. 4Die Mindestdauer beträgt drei Stunden. 5Der Mindesteigenanteil je Teilnehmer beträgt 20 Euro inkl. USt.

3.2.3

1Durchführung von Feldbegehungen2 mit mindestens zehn Teilnehmern und einer Mindestdauer von zwei Stunden. 2In begründeten Einzelfällen kann von der Mindestteilnehmerzahl abgewichen werden.

3.2.4

Durchführung von Weinbergbegehungen mit mindestens vier Teilnehmern und einer Mindestdauer von einer Stunde.

3.2.5

Betrieb einer Fach-Hotline, die bayernweite und regionalspezifische Themen im pflanzlichen Bereich und im ökologischen Landbau abdeckt.

3.2.6

1Produktionstechnische Orientierungsberatung für die Umstellung auf ökologischen Landbau. 2Einmalberatung für umstellungsinteressierte Betriebe in produktionstechnischen Fragen mit einer Mindestdauer von vier Stunden. 3Förderfähig ist nur die Beratung von Betrieben, die bereits eine Erstberatung eines Fachzentrums in Anspruch genommen haben. 4Eine Genehmigung des Fachzentrums zur Durchführung der produktionstechnischen Orientierungsberatung muss vorliegen.

1 [Amtl. Anm.:] Gemäß der Richtlinie zur Anerkennung von Beratungsunternehmen im Rahmen der Verbundberatung (Beratungsanerkennungsrichtlinie – BerAnerkR) vom 5. Februar 2014 (AllMBl. S. 162) in der jeweils geltenden Fassung.
2 [Amtl. Anm.:] Dies beinhaltet auch Grünland und Obstbau.